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Lokales Ludwig Coulin nimmt Abschied von Sachsens Prestigebauten
Dresden Lokales Ludwig Coulin nimmt Abschied von Sachsens Prestigebauten
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10:33 02.03.2017
Ludwig Coulin Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Wer sich in den vergangenen Jahren mit Sachsens wichtigen Bauprojekten, insbesondere in der Landeshauptstadt, beschäftigt hat, kam an einem Namen nicht vorbei: Ludwig Coulin. Ob Staatskanzlei, Landtag, Ministerien, Gerichtsgebäude oder bekannte Kulturbauten wie Albertinum, Semperoper, Zwinger, Schloss – der Baumanager verantwortete als Leiter der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) Bau- und Sanierungsmaßnahmen für zahlreiche Prestigeobjekte des Freistaates. Jetzt hat Coulin diese Bühne verlassen. Gestern trat er seinen Ruhestand an.

Der gebürtige Stuttgarter (Jahrgang 1950) studierte in Aachen und in seiner Heimatstadt Architektur, bevor er in der staatlichen Bauverwaltung und im Finanzministerium von Baden-Württemberg tätig war. Im Sommer 1994 wechselte Coulin nach Sachsen, wo es in der neustrukturierten staatlichen Bauverwaltung ein reiches Feld zu beackern gab. Er begann als Vorsteher des Staatshochbauamtes, das 1999 im staatlichen Vermögens- und Hochbauamt aufging, bis es 2003 in das SIB überführt wurde. Hier betreute der Planungs- und Baumanager mit seinem Team die staatlichen Liegenschaften in Dresden und den Landkreisen Meißen und in Teilen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

In den mehr als 22 Jahren im Dienst des Freistaates dürften die schönsten Momente Übergabetermine an die Nutzer gewesen sein. Im Dresdner Residenzschloss war solches gleich mehrfach möglich, weil die repräsentativste Baustelle in Etappen rekonstruiert wird. Coulin ist sie besonders ans Herz gewachsen. Für ihn entwickelt sich das Schloss zum „kleinen Louvre“, wie er gern sagte. Für die Paraderäume versprach er eine prachtvolle Rekonstruktion „sehr nah am Original“, wofür das Grüne Gewölbe gewissermaßen nur eine Übung gewesen sei. Stets lobte er die wissenschaftliche Vorarbeit und das Niveau der Ausführung für jeden Bereich und war begeistert davon, dass man beim Schlingrippengewölbe der Schlosskapelle ein „jahrhundertealtes Bauhüttengeheimnis“ lüften konnte.

Das Finale steht nun noch aus. Auch die Sempergalerie muss Coulin in der heißen Sanierungsphase verlassen. Aber endgültig ist Baubetreuung ohnehin nicht, auch wenn kein Hochwasser droht, wie es 2002 zu bewältigen war. So hatte Coulin für den Zwinger einen regelmäßigen Sanierungsbedarf alle 20 Jahre prognostiziert. Dieter Janosch, Technischer Geschäftsführer des SIB, würdigte besonders Coulins Wirken am Dresdner Schloss. Er habe einen wichtigen Beitrag zu einem der größten Restaurierungsvorhaben in der Stadt Dresden geleistet, betonte er. Über einen Nachfolger soll in Kürze entschieden werden, teilte das SIB mit.

Von Genia Bleier

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