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Lokales Lotterie um Platz in der Schule: Bei Anmeldung für Gymnasium und Oberschule entscheidet teilweise der Zufall
Dresden Lokales Lotterie um Platz in der Schule: Bei Anmeldung für Gymnasium und Oberschule entscheidet teilweise der Zufall
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23:45 09.09.2015
Das Gymnasium Bürgerwiese hat deutlich mehr Anmeldungen als Plätze. Quelle: Tanja Tröger

Die Bildungsagentur legte jetzt die Zahlen für die Anmeldungen an Oberschulen und Gymnasien vor. Noch ist aber unklar, wieviele Kinder jede Schule letztlich wirklich aufnehmen wird.

„Da ist noch viel Bewegung drin“, erklärte Katrin Reis von der Bildungsbehörde des Freistaats. Schulleiter, die Stadt als Schulträger und die Bildungsagentur würden jetzt in einen Abstimmungsmarathon einsteigen. Änderungen sind bei den Anmeldungen genauso möglich wie bei den bislang in den Schulen kalkulierten Kapazitäten und Klassenstärken. Da spielen Umzüge eine Rolle, spätere Bildungsempfehlungen oder auch der erhöhte Förderbedarf für Integrationsschüler.

Bis 6. März mussten die Eltern ihre Viertklässler für Oberschule oder Gymnasium anmelden. Dabei konnten sie auch Zweit- und Drittwünsche angeben. „Am 1. Juni erhalten die Eltern einen Bescheid über die Aufnahme ihres Kindes an einer Schule“, erklärte Agentursprecherin Reis. Bei der Entscheidung werde auch berücksichtigt, ob eventuell schon Geschwisterkinder die gewünschte Schule besuchen und wie weit der Schulweg ist. Angesichts des dichten Nahverkehrsnetzes in der Stadt ergibt sich mit den als zumutbar geltenden 60 Minuten bis zur Schule ein erheblicher Radius.

Die am Dienstag von der Bildungsagentur vorgelegten Zahlen hatten sich am Mittwoch schon wieder verändert. Am Brecht-und am Romain-Rolland-Gymnasium waren jeweils eine Anmeldung dazu gekommen. Das stürzt diese Schulen natürlich nicht ins Unglück. Bei 104 Plätzen und 100 Anmeldungen sei kein Auswahlverfahren nötig, zeigt sich RoRo-Leiter Alfred Hoffmann erleichtert. Die 104 Anmeldungen am Brecht-Gymnasium liegen deutlich unter den 138 Plätzen, mit denen Schulleiter Marcello Meschke derzeit kalkuliert. Lediglich für die Lateinklasse könnte es noch eng werden. „Dann losen wir“, so Meschke.

Damit rechnet auch Schulleiter Jens Reichel vom Gymnasium Bürgerwiese, das mit 253 Anmeldungen den meisten Zuspruch erfahren hat. Für seine sechszügige Schule geht er aktuell von 165 Plätzen für neue Schüler aus. Im vergangenen Jahr spielte der Notendurchschnitt noch eine Rolle bei der Platzzuteilung. Das hat das Land in diesem Jahr untersagt. „Das bedaure ich natürlich“, erklärte Reichel. Er rechnet mit Konflikten, da es nie angenehm sei, jemanden wegzuschicken. Auch am Vitzthum-Gymnasium muss bei 148 Anmeldungen und laut Schulleiterin Arnhild Göllner maximal 140 Plätzen mit dem Losverfahren gerechnet werden. Mit 170 Anmeldungen auf maximal 112 Plätze steht laut Vize-Schulleiter Falk Sempert am Marie-Curie eine Lotterie ins Haus.

Entspannter kann Gymnasiumsleiter Uwe Hofmann in Plauen sein. Er hätte 104 Plätze, weil das Gymnasium 2017 zur Sanierung ansteht, gibt es aber lediglich 73 Anmeldungen. Während es für das Gymnasium Südwest mit 58 Anmeldungen nach 15 im vergangenen Jahr bergauf geht, ist fraglich, ob das neue Gymnasium in Prohlis nun startet. Es liegt jetzt bei neun Anmeldungen. Im Vorjahr waren es auch nur 11, dann wurde der Start verschoben.

Ingolf Pleil

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