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Lokales Linie 5 durch Dresden-Johannstadt – Unternehmer begrüßen Pläne
Dresden Lokales Linie 5 durch Dresden-Johannstadt – Unternehmer begrüßen Pläne
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15:09 16.11.2017
Die Pläne, eine Straßenbahnstrecke durch Johannstadt zu legen, werden von den Unternehmern im Viertel mit Wohlwollen betrachtet.  Quelle: Visualisierung
Dresden

Die Pläne, eine Straßenbahnstrecke durch Johannstadt zu legen, werden von den Unternehmern im Viertel mit Wohlwollen betrachtet. Das ist Ergebnis einer Gesprächsrunde mit Gewerbetreibenden zu der die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) in die Johannstadthalle geladen hatten. Demnach stehen zwar einige Aufgaben zur Erledigung für die Planer an: So sollen im Parkkonzept für die Streckenführung – allen voran die Pfotenhauerstraße – nicht nur die Anwohner, sondern auch die Belange der Gewerbetreibenden berücksichtigt werden. Außerdem gelte es Anlieferzonen abzusprechen und vor allem die Bauphase erträglich zu gestalten, so dass Gewerbe in der Zeit für Kunden erreichbar bleiben.

Die Veränderung im Viertel, die eine Straßenbahnstrecke zweifelsohne bedeutet – so wird über eine verkehrsberuhigte Zone in der Pfotenhauerstraße nachgedacht – wird aber sonst vor allem als Chance begriffen. Zum einen, Straßen, Plätze und Grünstreifen mit der Sanierung ansprechender zu gestalten. „Außerdem müssen wir vom Kunden her denken“, sagt Konsum-Vorstand Gunther Seifert. Wenn die genervt aus einem übervollen Bus der Linie 62 steigen, sei das eher nachteilig für den Handel im Gebiet. Wer einigermaßen bequem mit der Straßenbahn anreise, zeige womöglich ein anderes Konsumverhalten – mit entsprechender Auswirkung auf den Umsatz.

Damit hat der Konsumvorstand Seifert einen Kernpunkt der DVB-Argumentation für die neue Strecke, die unter dem Arbeitstitel Linie 5 firmiert, aufgegriffen. Die Linie 62 gilt mit fast 24 000 Fahrgästen am Tag gilt als zu stark belastet, zumal bis 2030 eine Zunahme der Passagierzahl um zehn Prozent, vielleicht mehr erwartet wird. „Mit einer Reisegeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern ist sie die Buslinie mit der schlechtesten Verkehrsqualität“, sagt Andreas Hoppe, Leiter Verkehrsplanung bei den DVB.

Schon jetzt müsste eine Straßenbahn statt der Busse auf „der 62“ fahren. Wenn man bedenke, dass in Johannstadt neun Hektar für Wohnungen und Gewerbe entwickelt werden und in der Südvorstadt, wo Stadt und DVB später mit den Planungen für einen Streckenausbau einsteigen wollen, weitere 14 Hektar, wird die Straßenbahntrasse zur Notwendigkeit.

So wurde weniger über das Ob und mehr über das Wie diskutiert. Die Stadt hat dafür einen klaren Fahrplan, wie der Leiter des Stadtplanungsamtes Stefan Szuggat sagt. So werden derzeit die Planungen für Güntzstraße und Pillnitzer Straße vorangetrieben, anschließend will man bis zum zweiten Halbjahr 2018 Vorstellungen für die Pfotenhauerstraße und Elsasser Straße entwickelt haben. 2019 soll es dann um die Striesener Straße gehen, wo es abseits vom bevorzugten Streckenverlauf „der 5“ Überlegungen zu einer Straßenbahntrasse gibt.

Es sei von Vorteil, dass man die eigenen Vorstellungen so früh einbringen könne, lobte Konsum-Vorstand Seifert. „Und da geht es nicht nur um eine Haltestelle vor der Haustür“, fügt er an. Anwohner haben diese Möglichkeit am 13. Dezember, 18 Uhr. Dann laden die DVB zu einem allgemeinen Infoabend in die Johannstadthalle.

Von Uwe Hofmann

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