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Lokales Lingnerstadt nimmt Formen an
Dresden Lokales Lingnerstadt nimmt Formen an
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08:16 13.05.2017
Im ersten Bauabschnitt zwischen Rathaus und Hygienemuseum sollen bis zu 1000 Wohnungen entstehen. Vor 2018 soll aber nicht losgebaut werden.   Quelle: Modell: Stadt Dresden
Dresden

 Es ist das letzte große Entwicklungsgebiet im Zentrum – die Lingnerstadt zwischen Grunaer Straße, Hygienemuseum und St. Petersburger Straße. Bis 2025 will der Investor Immovation AG, der das 98 000 Quadratmeter große Grundstück 2014 gekauft hatte, bis zu 3000 Wohnungen bauen. Das grundlegende Konzept dafür steht bereits, der Stadtrat muss noch über den Bebauungsplan abstimmen. Laut Stefan Szuggat vom Stadtplanungsamt wolle man nach der Sommerpause auf einen Satzungsbeschluss hinarbeiten.

Gemeinsam mit dem leitenden Architekten Peter Kulka stellten Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) und Szuggat Freitagabend im Rathaus den aktuellen Entwurf vor rund 100 Bürgern vor. Konkrete Pläne gibt es demnach erst für den ersten von vier Abschnitten, dem ehemaligen Robotron-Areal zwischen Lingnerallee, Zinzendorfstraße, Bürgerwiese und St. Petersburger Straße. Dort sollen zunächst 850 bis 1000 Wohnungen entstehen.

98 000 Quadratmeter, bis zu 3000 neue Wohnungen und ein vielversprechendes Konzept: Bis 2025 soll der „Lingner Altstadtgarten“ Dresdens Zentrum mit neuem Leben füllen

Die ersten Schritte dafür sind getan, Rechenzentrum und Atrium I des Robotron-Komplexes wurden bereits abgerissen. Fraglich hingegen ist der eigentlich bereits genehmigte Abriss der Kantine, der bis zum 31. August aufgeschoben wurde. Die Verwaltung soll klären, ob das DDR-Gebäude zum Denkmal werden soll. Zudem ist im aktuellen Entwurf zur Lingnerstadt auch kein Platz für das Atrium II (derzeit unter anderen Standort der Cityherberge) vorgesehen. Wann die Immovation AG dort mit dem Rückbau plant, ist noch offen.

Stehen bleiben soll das Gebäude der ehemaligen Robotron-Kombinatsleitung direkt an der St. Petersburger Straße. Doch Fakt ist, dass die ehemaligen DDR-Bauten so gar nicht in das städtebauliche Konzept der Lingnerstadt passen. Der federführende Architekt Kulka will sowohl räumlich als auch gestalterisch Akzente setzen und ein wohnliches, städtisches Viertel aufbauen, wie es an dieser Stelle einst vor der Zerstörung 1945 zu finden war. Statt pragmatischem Siedlungsbau sind deshalb offene Karrees und unterschiedlichste Häusertypen geplant, die den klassischen europäischen Städtebau aufgreifen sollen.

Die geplante kleinteilige Bebauung mit verschiedenen Häusern soll Wohngelegenheiten für Familien, Studenten und Senioren schaffen sowie in den durchgängig vier Meter hohen Erdgeschossen kleine Gewerbe- und Gastronomieeinrichtungen anziehen. „Das Prinzip der Vielfalt soll für ein Zusammengehörigkeitsgefühl in einem neuen Stadtteil sorgen“, sagt Kulka. Zudem seien laut den Architekten auch eine Reihe von geförderten Wohnungen für sozial Schwache geplant.

Auch die Gestaltungskommission der Stadt sieht den Entwurf positiv. „Wir sind hier auf dem Weg zu einem Stück Stadt. Lange konnten wir nicht mehr über den Bau solcher Stadtteile diskutieren, jetzt können wir diese Tradition endlich wieder aufnehmen“, sagte Jürg Sulzer, Vorsitzender der Kommission.

Bis 2025 soll die Lingnerstadt die letzte große Baulücke im Zentrum schließen und Hygienemuseum sowie Lingnerpark direkt mit der Innenstadt verbinden. Laut Szuggat vom Stadtplanungsamt seien die übrigen Bauabschnitte bislang aber noch nicht durchgeplant. Mit den ersten genehmigten Baubescheiden rechnet man frühestens 2018.

Von Sebastian Burkhardt

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