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Lokales Licht und Farbe zum Jubiläum: Die Schlössernacht feierte Zehnjähriges
Dresden Lokales Licht und Farbe zum Jubiläum: Die Schlössernacht feierte Zehnjähriges
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15:52 22.07.2018
Höhepunkt: das Feuerwerk am Schloss Albrechtsberg. Quelle: Steffen Manig
Dresden

Ein Fest für die Dresdner mit mehr als 400 Künstlern und allein 80 Konzerten auf 16 Bühnen sowie Fabelwesen, Lichtinstallationen und Feuerwerk – das war die 10. Schlössernacht Dresden. Die Parkanlagen von Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg, Lingnerschloss und Saloppe luden zum Flanieren, Staunen und Tanzen ein.

Rund 6000 Menschen vergnügten sich am Elbhang, genossen die Sommernacht, das Ambiente der Schlösser, die Aussicht auf die Stadt, das blumige Feuerwerk natürlich und feierten ausgelassen. 5700 Karten gingen im Vorverkauf weg wie warme Semmeln. Die zurückgehaltenen 300 Karten an der Abendkasse auch.

Das Schöne an dem Fest ist die Vielfalt der Angebote. Wer auf Liedermacher und/oder Poetry-Slam steht, kam ebenso auf seine Kosten, wie Fans von Klassik, Pop und Rock oder auch diejenigen, die einfach mal wieder ausgelassen tanzen gehen wollten. Mit Bratwurst und Gourmethäppchen von Spitzenköchen war für jeden Geldbeutel kulinarisch ein Angebot dabei.

17 Uhr öffneten sich die Tore, mit Partybeginn 18 Uhr schien das Gros der erwartungsfrohen Feierwilligen auch tatsächlich vor Ort. Viele hatten sich schick gemacht, einige ihr Outfit tatsächlich dem Motto „Blumen zum Geburtstag“ angepasst. Getragen wurden kurze Hosen mit T-Shirt und Turnschuhen ebenso wie Sommerkleider, lange Hose mit Hemd oder auch festliche Abendroben.

Stelzenläufer, historische Flanierer und die kostümierten Herrschaften von „Gnadenlos schick“ mit ihren verrückten pink-rot-orangen Kreationen zauberten zum Partystart im Eingangsbereich am Schloss Albrechtsberg nahezu jedem ein Lächeln ins Gesicht.

Während die einen mit einem Glas Wein oder kühlen Blonden die Sache gemütlich angingen und sich eher durch den Abend treiben und überraschen ließen, strebten andere zielgerichtet zu bestimmten Bühnen, um ihre Favoriten nicht zu verpassen. Denn schon 17.30 Uhr starteten die ersten Konzerte.

Ob bei Goldplay.Live am Schweizer Haus, den Elbhang-Zombies an den Garagen der Jugendkunstschule oder auch dem Universal-Druckluftorchester von Peter Till am Teich von Schloss Albrechtsberg und später im Heizhaus – um willkürlich drei Beispiele herauszugreifen – an vielen Orten ging richtig die Post ab.

„Besonders beeindruckt hat mich die Tanzfreude der Gäste – nach wenigen Takten ging es an der Salsa-Bühne rund, und selbst auf den Wegen fanden sich Pärchen zum Tanzen“, so die Künstlerische Leiterin Sylvia Grodd. Das Traumwetter habe viele Gäste länger verweilen lassen. „Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt und gefeiert.“

Leider mussten die musikalischen Acts aufgrund der räumlichen Nähe manchmal regelrecht gegeneinander anspielen. Ein bisschen schade war diese ungewollte Konkurrenz beim Konzert der Chöre in Erwartung des Feuerwerkes im Römischen Bad. Ja – das pittoreske Areal, das aufgrund seiner Sanierungsbedürftigkeit sonst weiträumig abgesperrt ist, wurde in die Schlössernacht teilweise integriert und bildete eine sehr fotogene Kulisse.

Romantisches Flair erreichten die Schlössernacht-Organisatoren – das Team der First Class Concept GmbH um Mirco Meinel – auch mit den nächtlichen Illuminationen im riesigen Parkgelände. 1200 Scheinwerfer und andere Lichtquellen sowie sechs Kilometer Lichtbänder kamen zum Einsatz. Da kann ein normaler Baumstamm schon mal zum begehrten Hintergrund für ein Foto werden. Eine zauberhafte Idee und von den Besuchern viel fotografiert waren auch die illuminierten Fabelwesen, die elfengleich über die Wiesen schwebten.

Für unerfahrene Schlössernachtbesucher war schnell klar: Dünnsohlige Herrenschnürer und hochhackige Damenpumps sind bei dieser Veranstaltung keine gute Wahl. Denn die Wege, die durch die miteinander verbundenen Parks der drei Schlösser von einem Act zum nächsten führen, sind nicht nur sandig, sondern auch steinig. Da hatte wohl so mancher Besucher mit der Zeit so seine liebe Not.

Der Termin für die 11. Dresdner Schlössernacht steht bereits fest. Sie findet am 13. Juli 2019 statt. Inzwischen habe sich das Event auch als Tourismusmagnet etabliert. Mehr als 30 Prozent der Gäste kommen von außerhalb. „Dass die Dresdner Schlössernacht so ein Erfolg werden würde, haben wir vor zehn Jahren nicht zu hoffen gewagt.“, so Mirco Meinel.

Zum zehnten Mal haben sich am Sonnabend die Parkanlagen von Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg, Lingnerschloss und Saloppe in eine bezaubernde Kulturlandschaft verwandelt.

Von Catrin Steinbach

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