Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Letzter Widder erschossen - Mufflons in der Dresdner Heide ausgestorben
Dresden Lokales Letzter Widder erschossen - Mufflons in der Dresdner Heide ausgestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:45 09.09.2015
Ein ausgestopftes Mufflon: In der Dresdner Heide wurde das letzte Tier erschossen. Quelle: André Kempner

„Wir haben die Mufflons bewusst ausgeschossen“, so der Forstexperte im Interview.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_27676]

In der Dresdner Heide lebten die Tiere seit Mitte 70er Jahre, wo sie ursprünglich im Langebrücker Saugarten ausgewildert wurden. „Die Population lag in den Jahren durchschnittlich bei rund 30 Tieren“, berichtet Biernath über die aus dem Mittelmeerraum stammenden Schafe, die dort überwiegend auf felsigen Untergrund in den Bergen leben.

Aus Sicht der Förster fehlen die Wildschafe nicht, schont ihr Verlust doch die Bäume, deren junge Pflanzlinge sie gerne anfressen. „Unser Forstplan sieht auch nur den Bestand von Rothwild in den Wäldern vor“, erläutert Biernath weiter. Jäger von Trophäen müssen fortan in anderen Teilen Sachsens auf die Mufflon-Suche gehen. Die bräunlichen Herdentiere leben vor allem entlang der Mittelgebirge vom Vogtland über das Erzgebirge und das Erzgebirgsvorland bis in die Sächsische Schweiz und das Oberlausitzer Bergland. Hier nimmt die Population insgesamt zu.

„In den Königshainer Bergen und der Lausitz hat das Mufflon einen neuen natürlichen Feind“, erzählt Biernath vom Wolf, der den Vorteil ausnutzt, dass die Tiere in ihrem unnatürlichen Lebensraum kaum Fluchtmöglichkeiten haben. Der Untergrund in den Wäldern stelle einige der Tiere auch vor gesundheitliche Probleme. „In ihrer natürlichen Umgebung laufen sie sich ihre nachwachsenden Klauen auf dem rauen Untergrund ab“, so Biernath. Auf dem weichen Waldboden fehle den Tieren die natürliche Fußpflege und Entzündungen seien die Folge.

Hanspeter Mayr, Mitarbeiter des Nationalparks Sächsische Schweiz, geht davon aus, das im Gebiet des Parks nur wenige Mufflons leben. Allerdings wurden die Tiere dort in der Vergangenheit bis in Höhen von über 560 Metern beobachtet. „Sie wurden geholt, damit Jäger sie als Trophäe erlegen konnten. Letztlich ist das Mufflon eine gebietsfremde Tierart, die bei uns nicht gesondert unter Beobachtung steht.“, so Mayr. Die Ansiedlung der Tiere würde man heute so nicht mehr durchführen, ist er überzeugt.

Eine Rückkehr der Mufflons in die Dresdner Heide schließt auch Biernath aus. „Der Wald liegt isoliert von anderen Gebieten. Da wird es keine Wanderungen geben.“

Dominik Brüggemann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel lockten heute viele Dresdner auf das Familienfest auf der Hauptstraße. Die Betreiber der Schaubuden, Essläden und Verkaufsstände zwischen Goldener Reiter und Albertplatz konnten sich laut Veranstalter über rund 15.000 Besucher freuen.

09.09.2015

Hüpfburg, Kinderschminken und natürlich Tiere gucken. Am Feiertag hat der Zoo Dresden alle großen und kleinen Tierfans zum Riesenkinderfest eingeladen. Bei strahlendem Herbstwetter bildeten sich bereits am Vormittag lange Schlangen am Eingang.

09.09.2015

Dresden.Festakt im Landtag und Party davor: Sachsen hat am Donnerstag bei strahlend blauem Himmel den Tag der Deutschen Einheit gefeiert. Während bei der zentralen Feier im Landtag mehrere Redner ans Pult traten, wurde vor dem Parlament bereits für die Party danach aufgebaut.

09.09.2015