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Letzte Ruhe für treue Begleiter auf dem Tierfriedhof in Dresden-Stetzsch

Ort zum Trauern Letzte Ruhe für treue Begleiter auf dem Tierfriedhof in Dresden-Stetzsch

Meist ist es ruhig im Dresdner Ortsteil Stetzsch. Und auch so liegt der Hund hier nicht nur sprichwörtlich begraben. Isolde Ziegenbalg kommt regelmäßig ans Grab ihrer Edda. Mit Blumen und Laternen hat sie die letzte Ruhestätte ihrer Golden Retriever-Hündin auf dem Tierfriedhof Stetzsch geschmückt.

Isolde Ziegenbalg kommt regelmäßig an das Grab ihrer Hündin Edda auf dem Tierfriedhof in Stetzsch.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Meist ist es ruhig im Dresdner Ortsteil Stetzsch. Und auch so liegt der Hund hier nicht nur sprichwörtlich begraben. Isolde Ziegenbalg kommt regelmäßig ans Grab ihrer Edda. Mit Blumen und Laternen hat sie die letzte Ruhestätte ihrer Golden Retriever-Hündin auf dem Tierfriedhof Stetzsch geschmückt. „Für mich ist es wichtig, einen Ort zu haben, an dem ich trauern kann. Für Hundehalter ist das hier die einzige Möglichkeit in Dresden“.

Hundenarr Frank Ziegenbalg (68), der einstige Schwiegervater von Isolde, hatte den Tierfriedhof 1998 auf einer verwilderten Brache neben dem Tierheim eröffnet. Auf die Idee war er während eines Besuchs in Leipzig gekommen, wo es bereits einen Friedhof für Fellnasen gab. Mittlerweile haben rund 170 Dresdner Tiere in Stetzsch ihre letzte Ruhestätte gefunden. Einige Herrchen und Frauchen haben die Pflanzen, an denen ihre Hunde am liebsten knabberten, auf das Grab gepflanzt.

Eine richtige Beerdigungszeremonie gehört für viele Hundehalter zum Abschied dazu. Die Hündin Edda wurde zusammen mit ihrem Kuscheltier in die Erde gelassen, der Friedhofsinhaber sprach einen letzten Gruß für den Golden Retriever – das tut er auch für die anderen Tiere: für Katzen, Wellensittiche und Hamster, die hier in Frieden ruhen.

Friedhofsgründer Frank Ziegenbalg gibt trauernden Hundebesitzern die Chance, ihre Lieblinge zu bestatten

Friedhofsgründer Frank Ziegenbalg gibt trauernden Hundebesitzern die Chance, ihre Lieblinge zu bestatten.

Quelle: Anja Schneider

Der Mann aus Tharandt hat damals seinen Beruf als Bäcker an den Nagel gehängt, um sich dem Tierfriedhof zu widmen. Er selbst hat im Laufe der Zeit schon sechs Hunde und Katzen hier begraben.

Für ein Grab auf dem einen Hektar großen Friedhof müssen Hundebesitzer eine einmalige Pauschale von 350 Euro entrichten. Für die ersten drei Jahre kommen noch einmal je 20 Euro hinzu. Danach kostet jedes weitere Jahr für einen Hund 70 Euro. Nicht eben billig, aber vielen ist das Andenken an ihre tierischen Begleiter das Geld wert. „Die Menschen empfinden große Dankbarkeit“, sagt Isolde Ziegenbalg. Weil die Nachfrage nach Gräbern steigt, will Frank Ziegenbalg Platz für neue Gräber auf dem Gelände schaffen.

Wer einen Garten außerhalb von Wasserschutzgebieten besitzt, darf seinen Hund auch dort begraben. Öffentliche Wälder oder Parks sind aber tabu.

Von Tomke Giedigkeit

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