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Lehrerstreik in Sachsen

Demo in Dresden Lehrerstreik in Sachsen

Tausende Lehrer in Sachsen sind am Mittwoch in den Warnstreik getreten und in Dresden für höhere Gehälter auf die Straße gegangen. Die Pädagogen fordern sechs Prozent mehr Gehalt und die Einführung einer zusätzlichen Entgeltgruppe „Erfahrungsstufe 6“.

Lehrer an öffentlichen Schulen in Sachsen sind seit Mittwochmorgen im Warnstreik.

Quelle: dpa

Dresden. Tausende Lehrer in Sachsen sind am Mittwoch in den Warnstreik getreten und in Dresden für höhere Gehälter auf die Straße gegangen. Die Pädagogen fordern sechs Prozent mehr Gehalt und die Einführung einer zusätzlichen Entgeltgruppe „Erfahrungsstufe 6“.

Nach Angaben des sächsischen Lehrerverbandes (SLV), der zum Warnstreik aufgerufen hatte, beteiligten sich 6000 Lehrer an einer Demonstration durch die Dresdner Altstadt. Vor dem Finanzministerium wurde gemeinsam mit den Mitgliedern der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Verdi eine Abschlusskundgebung veranstaltet. Wie der SLV mitteilt, wurde die Teilnehmerzahl bei dieser Veranstaltung auf rund 10.000 Personen geschätzt. Die tatsächliche Zahl der Demonstranten erschien allerdings nur etwa halb so hoch.

„Insbesondere das Einführen der Stufe 6 wird für Finanzminister Georg Unland eine teure Angelegenheit. Aber das kommt davon, wenn man nicht verbeamtet. Die Kollegen haben einen deutlichen Schluck aus der Pulle verdiente“, sagte Willi Russ, Zweiter Vorsitzender im Fachvorstand Tarifpolitik des Beamtenbundes (dbb) und einer der Verhandlungsführer in den derzeit in Potsdam stattfindenden Verhandlungen zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und dem dbb, am Rande der Kundgebung.

Lehrerinnen und Lehrer haben sich am 8. Februar 2017 vor einem Protestmarsch auf dem Postplatz in Dresden versammelt. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) will damit Druck auf die bislang erfolglosen Tarifverhandlungen ausüben. Sie fordern unter anderem sechs Prozent mehr Geld für die Lehrer.

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Der sächsische Finanzminister Unland meldete sich überraschend selber auf der Bühne zu Wort und zeigte wenig Verständnis für die Streikenden. „Der Finanzminister hat die Aufgabe, die Steuerzahler dieses Landes zu vertreten und sparsam mit dem Geld umzugehen. Ein guter öffentlicher Dienst muss auch entsprechend ordentlich bezahlt werden. Aber der Finanzminister hat auch die Aufgabe, dass das gesamte Gehaltsgefüge im Land nicht aus den Fugen gerät. Es gibt Menschen, die Arbeiten im Altenheim, im Handwerk und in der Industrie“, sagte Unland und mahnte mehr Verhältnismäßigkeit in der Bezahlung der Lehrer an. Die Streikenden buhten den Minister in der Folge aus.

Uschi Kruse von der GEW-Sachsen ergriff daraufhin das Wort und stellte klar: „Das Argument gegen unsere Forderung, dass Leute im Altenheim schlecht verdienen, lasse ich nicht gelten. Es ist Aufgabe der Politik, diese Situation zu verbessern. Ich fordere für uns Respekt ein und den Willen auf unsere Forderungen, die angemessen sind, einzugehen“, sagte sie. Weitere Streiks seien aus Sicht der Gewerkschaften nicht notwendig, aber weiterhin ein Option, so Kruse.

hh

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