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Lokales Lehrer schaffen Denkfabrik für das Bildungssystem
Dresden Lokales Lehrer schaffen Denkfabrik für das Bildungssystem
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09:32 29.05.2018
Gruppenbild mit Minister: Vor der Kulisse des Ministerialgebäudes auf der anderen Elbseite versammelten sich die Teilnehmer des Bildungsforums auf dem Deck des Motorschiffs „Gräfin Cosel“. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

 In Dresden hat das Bildungsforum „Mensch, Sachsen – Auf geht’s“ die Arbeit aufgenommen. Kultusminister Christian Piwarz sagte nach dem Treffen, er stehe für den weiteren Dialog zur Verfügung. „Nicht jeder Vorschlag wird sich umsetzen lassen, aber dort, wo wir es können, werden wir es tun“, sagte der CDU-Politiker gegenüber DNN.

Das Forum mit etwa 25 Pädagogen aus allen Schulformen ist auf Initiative Dresdner Lehrer entstanden. Ausgangspunkt war eine Petition für einen Wandel im sächsischen Bildungswesen, der die Kinder wieder in den Mittelpunkt des Systems stellen soll.

Breites Themenspektrum

Die Initiatoren um die Dresdner Gymnasiallehrerin Susann Weber, die der Sächsischen Dampfschiffahrt für die Unterstützung mit dem Konferenzort auf dem Motorschiff „Gräfin Cosel“ dankten, bewerteten die erste Veranstaltung positiv. Neben dem Austausch zwischen Lehrern verschiedener Schulformen sei gegenüber dem Kultusminister ein breites Spektrum an Themen angesprochen worden, das von der Klassenleiterstunde, über die Verbeamtung bis hin zur Entbürokratisierung des Schulalltags gereicht habe. Über die Aufwertung der Oberschule, die Verzahnung der Schulformen und die Qualität des Studiums sei ebenfalls diskutiert worden.

Verbesserungen im Schulalltag

Der Minister habe dargelegt, dass gegenwärtig in seinem Haus eine Liste des Hauptpersonalrats mit über 100 Punkten zur Verbesserung des Schulalltags auf Umsetzung geprüft werde. Wie es aus dem Lehrerkreis hieß, habe Piwarz auch von einem „Mentalitätswandel“ im Landesamt für Schule und Bildung im Umgang mit den Pädagogen gesprochen.

Keine institutionelle Anerkennung

Piwarz sagte nach dem Treffen, eine institutionelle Anerkennung könne er dem Forum zwar nicht gewähren. Es gebe feste Spielregeln für die politischen Prozesse im Land. Er würdigte aber, dass sich viele Lehrer für Verbesserungen im Bildungssystem einsetzten und den Blick nach vorn richteten. Wenn sich das Bildungsforum als „Think Tank“ (Denkfabrik) in die Diskussion einbringen will, stehe er den Anregungen aus der Praxis offen gegenüber.

Die Lehrer wollen die Arbeit nun in Arbeitsgruppen fortsetzen und sich dabei nicht mit weitschweifenden Diskussionen über das Bildungssystem 2030 einlullen lassen. Es müsse jetzt konkrete Änderungen geben. „Die Wut muss bleiben“, sagte ein Teilnehmer der Runde.

Von Ingolf Pleil

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