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Lokales Lego-Roboter üben Fallrückzieher – First Lego League in Dresden
Dresden Lokales Lego-Roboter üben Fallrückzieher – First Lego League in Dresden
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17:20 09.09.2015
Die "Weixdorfer Lego-Kidz" gingen als jüngste Teilnehmer an den Start und schlugen sich wacker. Quelle: Tanja Tröger
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Rund 150 Kinder und Jugendliche aus Dresden und Umgebung haben am Sonnabend den Regionalwettkampf für Ostsachsen ausgetragen. In der Informatik-Fakultät der TU Dresden traten die 16 Teams gegeneinander an – die meisten kamen von Dresdner Gymnasien, aber auch die Oberschule Ruhland und die Mannschaft des Kinder- und Jugendhauses „Insel“ stellten Mannschaften.

Aufgabe der Teams war es, aus den bunten Plastiksteinchen und einem programmierbaren Steuerteil kleine Roboter zu konstruieren und ihnen „beizubringen“, vorgegebene Aufgaben auf dem Spielfeld zu lösen. Die kleinen Flitzer sind also nicht ferngesteuert, sondern bekommen vorher „eingetrichtert“, wann sie wohin zu fahren haben und was sie dort wie erledigen sollen. Die sogenannten Robot Games sind jedoch nur ein Teil des Wettbewerbs. Fachkundige Juroren von Uni und HTW bewerteten auch die Funktionalität, Programmierung und das Aussehen der Maschinchen. In einem Teamspiel haben Sozialpädagogen zudem geprüft, wie die Teilnehmer interagieren und gemeinsam Probleme angehen. Ergänzend mussten die Schülergruppen zu einem bestimmten Thema forschen – diesmal „Das Klassenzimmer der Zukunft“ – und ihre Ergebnisse kreativ präsentieren. Die jüngsten Teilnehmer von der Grundschule Weixdorf beispielsweise sind überzeugt, dass Lego-Basteln in 20 Jahren zum Unterricht gehört, und haben diese Idee in einem kleinen Schauspiel vorgestellt.

Sohn lehrt Vater das Roboter-Programmieren

Die jüngsten Teilnehmer: Die "Weixdorfer Lego-Kidz" starteten mit Ausnahmegenehmigung. Quelle: Tanja Tröger
„Eigentlich hätten wir gar nicht starten dürfen“, schmunzelt Robert Ringel, der Coach der „Weixdorfer Lego-Kidz“. Die meisten der Grundschüler haben nämlich noch nicht das Mindestalter von zehn Jahren erreicht. Aber die Dresdner Jury hat’s ausnahmsweise genehmigt, und so gingen die neun Jungen und zwei Mädchen mit Feuereifer an die Arbeit. „Wir sind jetzt nicht die Punkteabräumer, aber was wir gelernt haben, ist enorm“, schwärmt der ehrenamtliche Teamleiter. Die Schüler hätten sich zusammengerauft, Grundlagen der Physik kennengelernt und vor allem ihre Scheu abgelegt, vor größeren Gruppen frei zu sprechen. „Das ist viel mehr wert als Roboter programmieren!“ Und obwohl Ringel im „richtigen Leben“ als Informatiker an der HTW arbeitet, hat er just diese Programmierung erst in diesem Jahr gelernt – sein Sohn hat es ihm beigebracht. „Lebenslanges Lernen!“, ergänzt der stolze Papa lachend. Auch die Familien der übrigen Weixdorfer Lego-Kidz drückten ihren Sprößlingen vor Ort die Daumen, beispielsweise der neunjährigen Melanie. Die Grundschülerin wollte ursprünglich nur ein bisschen den Roboter verschönern, „aber dann hat sich rausgestellt, dass ich sehr kreativ bin und viel an dem Roboter rumbauen kann“. Am meisten Spaß habe ihr aber gemacht, die Utensilien für die Aufgaben zusammenzusetzen. Auf ihre Team-Leistung im Wettbewerb ist die Neunjährige stolz: „Wir sind die einzigen Grundschüler, deswegen finde ich uns sehr speziell.“

Die gesammelten Punkte haben für die Weixdorfer allerdings nicht zum Sieg gereicht. Platz 1 belegte Roboter-AG der „Insel“, auf dem zweiten Rang landeten die „SAP Rockets“ vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Manos). Beide Mannschaften haben sich damit für die ostdeutschen Meisterschaften qualifiziert, die in Merseburg stattfinden werden.

Die First Lego League (FFL) haben das dänische Bausteine-Imperium und die amerikanische Stiftung „First“ ins Leben gerufen, um Jugendlichen zwischen zehn und 16 Jahren das Thema Technik näherzubringen. Und Geld zu verdienen – die programmierbaren Lego-Steuerteile kosten rund 400 Euro, das Spielfeld 130 Euro, und die Startgebühr schlägt mit 125 Euro pro Team zu Buche. Dennoch wachsen die Teilnehmerzahlen stetig: Gingen beim ersten Wettbewerb im Osten Deutschlands etwa 20 Teams an den Start, sind es mittlerweile rund 800. Weltweit traten im vergangenen Jahr 23.000 Mannschaften bei der FFL an.

ttr

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