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Lokales Lebensmittel in Dresden sind gut überwacht
Dresden Lokales Lebensmittel in Dresden sind gut überwacht
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11:42 23.03.2017
Unsachgemäße Lebensmittellagerung in einem Tiefkühlschrank. Quelle: Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt
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Dresden

 Die warmen Jahreszeiten stehen vor der Haustür: Kinder quengeln solange, bis es endlich Eis gibt und beim ein oder anderen Konzertbesuch gilt es die Kehle mit einem frisch gezapften Bier zu befeuchten. Sowohl bei den kleinen Vergnügungen als auch beim täglichen Wurstkauf im Fleischerladen des Vertrauens wünscht man sich als bleibende Erinnerungen alles andere als einen anschließenden Arztbesuch.

Damit das eher die Ausnahme bleibt, kontrollieren, testen und überwachen die 39 Mitarbeiter des städtischen Amts für Lebensmittelüberwachung ständig rund 6500 Erzeuger, Hotels, Restaurants und Händler in der ganzen Stadt. Am Mittwoch stellten die Verantwortlichen um den Ersten Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) ihren Jahresbericht für 2016 vor. „Alles im grünen Bereich“, hieß es unisono.

Acht Betriebe mussten im Jahr 2016 in Dresden vorübergehend geschlossen werden.

Das untermauern auch die Zahlen. In etwa 4000 Betrieben wurden über 8200 Kontrollen durchgeführt und mehr als 2300 Proben von Speisen, Getränken, Fleisch und Backwaren genommen. Insgesamt verstießen 127 Betriebe mindestens einmal gegen die Bestimmungen und 359 Proben wurden beanstandet. Dabei handelt es sich aber überwiegend um Kennzeichnungsmängel. „Alles in allem gute und im Vergleich zum Vorjahr stabile Zahlen“, kommentierte Lillian Raffelt, Abteilungsleiterin der Lebensmittelüberwachung Dresden.

Zudem gebe kaum schwarze Schafe in der Stadt, die Geschäftsleute bemühten sich in der Regel durchweg um die Einhaltung der Richtlinien. Auch bei Schulen und Kitas gab es demnach keinen nennenswerten Verstöße. Vorübergehend geschlossen werden mussten 2016 insgesamt acht Betriebe, davon zwei Gaststätten, drei Imbissbuden, eine Bäckerei, ein Lieferservice und ein Einzelhändler. „Die Schließung kann je nach Art des Verstoßes zwischen zwei Stunden und mehreren Tagen betragen“, so Raffelt. Es hänge stark davon ab, wie schnell die Betroffenen vor Ort reagieren können.

Lillian Raffelt, Abteilungsleiterin der Lebensmittelüberwachung Dresden, präsentiert die moderne Ausrüstung ihrer Mitarbeiter, inklusive mobilem Drucker. Quelle: sbu

Details zu spektakulären Funden oder den konkreten Schließungsgründen wollten die Verantwortlichen am Dienstag nicht verraten. Lillian Raffelt wies aber darauf hin, dass es sich bei Schließungen meist um gravierende Verstöße handele, etwa großflächiger Schimmel oder der Befall mit Schädlingen.

Stellen die Kontrolleure bei Verstößen oder Proben eine fahrlässige Gesundheitsgefährdung fest, wie beispielsweise bei Salmonellenbefall, kommt es zur Strafanzeige und Bußgeldern bis zu 50 000 Euro. In Dresden sei das in dieser Größenordnung aber noch nicht passiert, erklärte Raffelt. Insgesamt wurden 2016 60 Verwarnungen mit einem Bußgeld von 55 Euro ausgestellt und 12 weiterführende Strafverfahren eingeleitet.

Von Sebastian Burkhardt

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