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Lokales Lavendelduft statt Schlaftabletten – Das Uniklinikum setzt auf natürliche Aromen
Dresden Lokales Lavendelduft statt Schlaftabletten – Das Uniklinikum setzt auf natürliche Aromen
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12:00 26.06.2018
Krankenschwester Bianca Braune för­dert das Wohlempfinden der Pa­­ti­enten mit Düften. Quelle: Medizinische Fakultät der TU Dresden / Stephan Wiegand
Dresden

Quarkwickel mit ätherischen Ölen, Einreibungen zur Atemstimulation oder Lavendelraumduft bei Schlafstörungen – das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden setzt in der Pflege auf natürliche Aromen. Und das nicht nur am 27. Juni, am Weltdufttag, sondern das ganze Jahr über.

Die sogenannte Aromapflege wird am Uniklinikum als zusätzliche Pflegemethode angewandt. Mit dem Ziel, das körperliche und psychische Wohlbefinden der Patienten zu fördern, kommen natürliche Pflanzenessenzen und Pflanzenöle zum Einsatz. Zu den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten zählen das Beduften eines Zimmers, Waschungen und Bäder, Auflagen und Kompressen sowie Einreibungen und Massagen.

Vor allem von schwer erkrankten Patienten wird die Aromapflege gern in Anspruch genommen. Auf den Intensivstationen der Kliniken für Anästhesie und für Neurologie werden Düfte eingesetzt, um beispielsweise Ängste, Schmerzen oder Übelkeit zu lindern. Somit werde laut Uniklinikum der Medikamentenverbrauch reduziert. „Die natürlichen Düfte und Essenzen unterstützen den Heilungsprozess der Patienten“, erklärt Aromaexpertin Bianca Braune. Die Krankenpflegerin ist eine ausgebildete und ärztlich geprüfte Expertin für Aromapflege am Universitätsklinikum.

Über 100 Pflegekräfte haben sich inzwischen an der Uniklinik zur Aromapflege schulen lassen. Sie können die Aromen, Mischungen und Öle im Pflegealltag des Klinikums in Absprache mit dem Patienten einsetzen. Die Öle wirken über die Haut und Schleimhaut sowie über den Geruchssinn auf das vegetative und zentrale Nervensystem. Das in der Aromapflege eingesetztes Vanille-Extrakt zum Beispiel wirkt schmerzstillend und beruhigend. Der Duft von roter Mandarine dagegen fördert die Durchblutung und den Lymphabfluss sowie die Verdauung. Und bei Schlafstörungen müssen die Patienten des Uniklinikums keine Schlaftabletten mehr schlucken, sondern nur den angenehmen Lavendelduft im Zimmer auf sich wirken lassen.

Von Junes Semmoudi

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