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Lokales Laut Befragung geht es Dresdnern so gut wie nie
Dresden Lokales Laut Befragung geht es Dresdnern so gut wie nie
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06:13 11.02.2019
Quelle: Stadt Dresden
Dresden

Positive Zahlen aus der Dresdner Bevölkerung: Die Einwohner der Landeshauptstadt schätzen ihre persönliche wirtschaftliche Lage besser ein als je zuvor in den letzten Jahrzehnten. Das geht aus der 13. Kommunalen Bürgerumfrage hervor.

Ab März 2018 führte die Kommunale Statistikstelle die Umfrage durch. Insgesamt hatten 13 000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Fragebogen schriftlich oder online zu beantworten, knapp 31 Prozent machten davon Gebrauch (das entspricht fast 4000 Antworten).

Erste Erkenntnisse aus Bürgerumfrage

Jetzt legten die Statistiker erste Erkenntnisse vor. Demnach geben elf Prozent der Dresdner, soviel wie noch nie, an, ihre derzeitige wirtschaftliche Lage sei „sehr gut“. Dagegen ordneten nur sieben Prozent ihre wirtschaftliche Lage als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ ein – weniger waren es nie in der Reihe der Kommunalen Bürgerumfragen, die bis 1995 zurückreicht. Eine Mehrheit von knapp 54 Prozent gab bei der Umfrage 2018 für die persönliche wirtschaftliche Lage die Bewertung „gut“ ab.

1995 bewerteten drei Prozent ihre Lage als sehr gut und 44 als gut. 42 Prozent der Dresdner schätzten die Lage seinerzeit „teils/teils“ ein. Neun Prozent als „schlecht“ und zwei Prozent als „sehr schlecht“. Seit 2010 schätzen durchgehend mehr als 50 Prozent der Dresden ihre Lage mindestens als „gut“ ein, damals sprachen 48 Prozent von „gut“ und fünf Prozent von „sehr gut“. Die negativen Bewertungen sind in der Zeit regelmäßig zurück gegangen.

2016 deutliche Verbesserung

2014 hatten 58 Prozent ihre Lage als „gut“ (50 Prozent) oder „sehr gut“ (8) dargestellt. Zwölf Prozent sahen sie damals noch als schlecht (10) oder sehr schlecht (2) an. Zwei Jahre später machte die Stimmung für statistische Verhältnisse einen regelrechten Sprung. 2016 bewerteten 65 Prozent der Dresdner ihre wirtschaftliche Lage als sehr gut (10) oder zumindest gut (55). Die negativen Einschätzungen gingen auf acht Prozent für schlecht (6) oder sehr schlecht (2) zurück.

2018 stieg die sehr gute Stimmung noch mal um einen Punkt auf 11 Prozent an. Die Summe der positiven Bewertungen blieb allerdings konstant, weil die guten Einschätzungen um einen Punkt auf 54 Prozent nachgaben. Die Bewertung „sehr schlecht“ ging um einen Punkt auf 1 Prozent zurück. Das ist der niedrigste Wert in der Reihe der Bürgerumfragen.

Haushaltseinkommen steigt

Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen der Dresdner ist seit der letzten Umfrage vor zwei Jahren um sieben Prozent auf nunmehr 2200 Euro (Median) gewachsen. Die Statistiker berechnen jedoch ein sogenanntes „bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen“ je Person, weil sie das für Vergleiche für aussagekräftiger halten. Die Messzahl sei seit 1993 stetig angewachsen. Sie liege jetzt bei 1700 Euro gegenüber 1600 Euro im Jahr 2016 und 1444 Euro im Jahr 2014.

Der Anteil einkommensarmer Haushalte (weniger als 60 Prozent des Einkommensmittelwerts) stagniert seit der letzten Umfrage und liegt wieder bei 15 Prozent, derjenige wohlhabender Haushalte (mindestens 50 Prozent über dem Mittelwert) stieg um einen Prozentpunkt und liegt bei 16 Prozent. Dabei nahm der Anteil der einkommensarmen Haushalte unter den alleinlebenden Rentnern im Laufe der Jahre regelmäßig zu, während diese Tendenz bei zusammenlebenden Paaren nicht beobachtet werden kann.

Höherer Ausgabenanteil für das Wohnen

Alle Wohnkostenbestandteile bei Mietern, die 82 Prozent der Dresdner Haushalte ausmachen, sind seit der letzten Bürgerumfrage 2016 gestiegen, darunter am stärksten die Grundmiete um rund acht Prozent. Für die durchschnittliche Mietwohnung in Dresden werden je Quadratmeter 6,43 Euro Grundmiete, weitere 1,22 Euro kalte Betriebskosten und 1,15 Euro Betriebskosten für Heizung und Warmwassererzeugung fällig. Im Durchschnitt zahlt ein Dresdner Mieterhaushalt monatlich insgesamt 571 Euro für das Wohnen.

Im Mittel wenden die Mieterhaushalte (ohne Wohngemeinschaften) damit für Wohnkosten 28 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens auf – ein Anstieg um einen Prozentpunkt in zwei Jahren – darunter Ein-Personen-Haushalte mit 32 Prozent anteilig am meisten und Vier-Personen-Haushalte mit 22 Prozent am wenigsten.

Von Ingolf Pleil

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