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Lokales Laubegast schützt sich mit Sandsack-Barrikaden vor der Flut - Bundeswehr im Einsatz
Dresden Lokales Laubegast schützt sich mit Sandsack-Barrikaden vor der Flut - Bundeswehr im Einsatz
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18:06 09.09.2015
Helfer versuchen, das Fährhaus Hesse in Laubegast vor den Fluten zu schützen Quelle: Hauke Heuer
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Die Anwohner der höher liegenden Gebäude dichten mit Sandsäcken und Planen die Kellerfenster ab, um ein Eindringen des Wassers zu verhindern. Sollte der Elbepegel tatsächlich über die neun Meter Marke klettern wären die Bemühungen oftmals umsonst. "Die Höhe unserer Barrikaden reicht bis zu einem Wasserstand von 8,50 Meter. Alles was darüber liegt können wir nicht mehr bewältigen", sagt Ronny Pfeiffer, der nach Laubegast gekommen ist, um zu helfen, das Fährhaus Hesse vor den Fluten zu schützen.

Rund 40 Soldaten, die aus Bad Salzungen angerückt sind, und eben so viele Freiwillige errichteten am Dienstagnachmittag eine Sandsackbarriere auf der Österreicher Straße. Alle Gebäude, die sich vor dem Damm befinden, werden aufgegeben. Lkws der Bundeswehr, der Stadtreinigung und von privaten Unternehmen treffen im Zehn-Minuten-Takt ein und sorgen für Nachschub an Sandsäcken.

 

Die Straßen nach Laubegast waren am Nachmittag in beide Richtungen bereits hoffnungslos überfüllt, so dass die Einsatzkräfte nur langsam in den Ortsteil vorrücken konnten. Bereits am Montag hat die Stadtverwaltung dazu aufgerufen, unnötige Fahrten zu vermeiden. Einige Anwohner scheinen sich nicht daran zu halten.

Hauke Heuer

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