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Lokales Langer Demo-Samstag für Dresden am 6. Februar
Dresden Lokales Langer Demo-Samstag für Dresden am 6. Februar
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16:53 29.01.2016
Quelle: dpa
Dresden

 Jahrelang war der 13. Februar Dresdens großer Demo-Tag. In diesem Jahr dürfte es bereits eine Woche eher hoch hergehen. Der Grund ist einmal mehr Pegida. Denn am 6. Februar will das asyl- und islamfeindliche Bündnis eine Art europaweiten Aktionstag für die „Festung Europa“ bewerkstelligen, mit Dresden im Mittelpunkt. Und auch die Pegida-Gegner rufen zu Versammlungen auf, wollen im Rahmen eines eigenen europaweiten Aktionstages gegen die „Festung Europa“ demonstrieren.

Stand Freitag sind für den 6. Februar insgesamt 13 verschiedene Demonstrationen und Kundgebungen angezeigt, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Uhrzeiten stehen noch nicht fest, das Geschehen dürfte aber weitgehend am Nachmittag stattfinden.

Gleich zwei der Anmeldungen stammen von Pegida. Die rufen zum einen zu einer Kundgebung am Nachmittag am Königsufer auf, zum anderen hat ein Mitglied des Pegida e.V. eine Demonstration in der Altstadt angemeldet. Ob beides stattfindet, ist noch unklar.

Auf der Gegenseite gibt es zehn Kundgebungen, zu denen Parteien, Kirchen und andere Gruppierungen aufrufen. So steht „Herz statt Hetze“ voraussichtlich wieder auf dem Theaterplatz, die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche auf dem Neumarkt, die Jusos auf dem Schlossplatz und die Jüdische Gemeinde Dresden an der Synagoge.

Kopfzerbrechen bereiten dem Ordnungsamt lediglich zwei Veranstaltungen. So beansprucht „Gepida“ genauso wie „Pegida“ für den Samstag das Königsufer für eine Kundgebung.

Zudem ist eine Demonstration unter dem Motto „Solidarität kennt keine Grenzen“ angekündigt, die nach eigenen Angaben vom Hauptbahnhof bis zum Alaunplatz in die Äußere Neustadt ziehen will. Hier vermutet die Stadtverwaltung erhebliches Konfliktpotenzial: Man rechne mit bis zu 400 gewaltbereiten Teilnehmern aus dem linksradikalen Spektrum, hieß es. Marcel Wiegert, Sprecher der Veranstalter, teilte auf Nachfrage von DNN.de mit, man plane eine „kreative und bunte Demo“, zu der bundesweit mobilisiert werde. Die Demo sei offen für alle, explizit auch für Geflüchtete, sagte er. Die Aussage von 400 gewaltbereiten Teilnehmern wertet er als reinen Aufbau eines Bedrohungszenarios, der ein eventuelles Verbot oder Repressionen legitimieren soll. Seinen Angaben zufolge gab es bereits ein erstes Kooperationsgespräch mit der Stadt, in der die Route verändert wurrde. So soll die Demo jetzt nicht wie geplant über die Augustusbrücke, sondern stattdessen über die Marienbrücke laufen.

Welche Versammlung wann wo stattfinden wird, dürfte sich erst kurz vor dem 6. Februar entscheiden. Zum einen sind weitere Versammlungsanzeigen oder auch Abmeldungen möglich, zum anderen ist noch völlig unklar, wie viel Polizei zur Absicherung zur Verfügung steht. Denn durch das wochenend-Datum werden bundesweit viele Beamte bei Fußball-Einsätzen oder rund um Karnevals-Feiern im Einsatz sein.

Von Stephan Lohse

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