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Lokales Landeskirche gedenkt Oberlandeskirchenrat Roland Adolph und seiner Frau Petra
Dresden Lokales Landeskirche gedenkt Oberlandeskirchenrat Roland Adolph und seiner Frau Petra
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10:39 06.02.2017
Auf den Tag genau 20 Jahre nach dem Mord an Oberlandeskirchenrat Roland Adolph und seiner Frau Petra in einem Waldstück nahe Moritzburg hat die Landeskirche Sachsen am Sonntag in einer Andacht auf dem Neuen Annenfriedhof an das Paar erinnert. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Auf den Tag genau 20 Jahre nach dem Mord an Oberlandeskirchenrat Roland Adolph und seiner Frau Petra in einem Waldstück nahe Moritzburg hat die Landeskirche Sachsen am Sonntag in einer Andacht auf dem Neuen Annenfriedhof an das Paar erinnert.

Etwa 30 Weggefährten und ein Posauenchor fanden sich vor dem Grab ein, um das Gedenken wachzuhalten. „Das Gedenken bewahrt vor der Gedankenlosigkeit“, sagte Harald Brettschneider, Adolphs Nachfolger als Oberlandeskirchenrat. Zudem finde man im Gedenken Trost und neue Hoffnung für die Zukunft. „Ich denke es würde Roland und Petra freuen, dass wir uns heute hier versammeln und in ihrem Sinne weiter wirken. Es war ihnen wichtig, dass die Botschaft des Evangeliums weiter unters Volks gebracht wird, um der Selbstüberschätzung und den Schwächen der Menschen entgegenzuwirken“, so Brettschneider.

In seiner Ansprache zeichnete er ein Bild von Adolph als einen geradlinigen, tatkräftigen und aufrichtigen Menschen, der mit seiner Frau ein ungewöhnliches Hobby teilte. „Manchmal sind sie noch vor der Arbeit in den Wald gegangen und haben das Wild gefüttert. Er war ein leidenschaftlicher Jäger“, sagte der pensionierte Oberlandeskirchenrat.

Und anscheinend ist genau dieses Hobby dem Kirchenmann und seiner Frau zum Verhängnis geworden. Als sie am 5. Februar 1997 Zeugen einer illegalen Schießübung werden, bezahlen das Ehepaar sowie ihr Hund dies mit dem Leben. Aus nächster Nähe werden sie erschossen. In einem Prozess vier Jahre danach wurde einer von mehreren vermuteten Tätern zu lebenslanger Haft verurteilt. Ganz aufgeklärt wurde der Fall aber nie. Bis zum Schluss gab es viele Ungereimtheiten.

Unter den Gästen der vom Moritzburger Pfarrer Thomas Knittel gehaltenen Andacht befanden sich auch viele, die Adolph noch aus seiner Zeit als Pfarrer in Struppen kannten. „Wir sind immer mit ihm Klettern gegangen und wollten mit dem Ehepaar im Juli 1997 eigentlich in die Arktis reisen. Alles war schon gebucht und dann passierte das Unfassbare“, dachte eine 77-Jährige Frau an die damalige Zeit zurück.

Von sth

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