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Lokales Lagerbox-Anbieter erobern Dresden
Dresden Lokales Lagerbox-Anbieter erobern Dresden
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11:19 09.06.2017
Bau eines Hochhauses an der Hamburger Straße, in dem Lagerboxen in verschiedenen Größen entstehen. Quelle: Jürgen-M. Schulter
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Dresden

Die „Alte Mälzerei“ in Pieschen an der Heidestraße war eines der ersten Einkaufszentren, die nach der Wende in Dresden neu eröffnet wurden. Vom Kleinkindausstatter über das Sportgeschäft und die Drogerie bis hin zum Gemüseladen bot das altehrwürdige Gebäude auf mehreren Etagen viele kleine Läden und war gut besucht. Doch so, wie andernorts mehr und mehr Shoppingcenter aus dem Boden schossen bzw. an Größe zunahmen, ging es mit der Mälzerei bergab. Heute gibt es nur noch wenige Mieter. Ein großer Teil des Gebäudekomplexes steht leer.

Dieser gehört seit Anfang des Jahres dem niederländischen Unternehmen Lagerbox Real Estate 2 B.V.. Das will jetzt die Einzelhandelsflächen, die nicht vermietet werden können, mit etwa 250 Lagerboxen bestücken. Dabei handelt es sich um Lagerräume von einem bis etwa 25 Kubikmeter Fassungsvermögen. Diese kann jeder über kurz oder lang mieten, der etwas unterzustellen hat, was in den eigenen vier Wänden keinen Platz mehr findet. Auch gewerblichen Mietern steht das Angebot offen.

„Wir wollen ein modernes und etwas neueres Flair in die Alte Mälzerei bringen und somit auch neue Kunden für die Alte Mälzerei begeistern“, sagt Michel Galka von der Lagerbox Holding GmbH & Co. KG in Frankfurt am Main, die das Kaufhaus in Pieschen verwaltet. „Alle derzeitigen Einzelhandelsgeschäfte bleiben erhalten und es kommen auch noch neue hinzu, sprich ja es werden noch einiges an Geschäften, aber auch Büros dort vertreten sein bzw. sind bereits vertreten.“

Das niederländische Unternehmen schafft zudem fast zeitgleich einen zweiten Lagerbox-Standort an der Hamburger Straße an der Gabelung Bremer Straße. Das Stahlgerippe und die Treppenhäuser stehen schon. „Am Standort Hamburger Str. sollen ca. 600 Lagerboxen entstehen. Dort werden die Lagerboxen mit Wellblech errichtet. Besonderheit am Standort wird die Dachbegrünung sein“, so Galka. Er rechnet „mit einer Fertigstellung im Quartal 4 dieses Jahres“.

Als Kunde werde man zu seinem Abstellraum „Zugang an 365 Tagen im Jahr von in der Regel 6 Uhr bis 23 Uhr“ haben und zwar „über einen Zugangschip oder Zugangscode. Jeder Kunde kann beliebig oft an seine Lagerbox und innerhalb der Zugangszeiten flexibel – so wie er es möchte – ein- oder auslagern“, beschreibt Galka das Konzept. Die Preisgestaltung sei „noch in der Findungsphase“ hieß es. An seinen anderen Standorten in Berlin, Dortmund und Köln kostet eine Lagerbox ab 9,95 Euro für 4 Wochen. Mindestmietzeit ist eine Woche.

Die Geschäftsidee, Lagermöglichkeiten in verschiedenen Größen für Gewerbe und privat anzubieten, stammt aus den USA. Auch in Dresden fasst sie mehr und mehr Fuß, denn das Unternehmen Lagerbox ist in der sächsischen Landeshauptstadt bei weitem nicht der einzige Anbieter. So gibt es im Industriegelände zum einen den „Neoboxx - Selfstorage Dresden“ und zum anderen die Black-Box. Letztere offeriert gegenwärtig auf 2180 Quadratmetern Lagerboxen in verschiedenen Größen. Weitere 1000 Quadratmeter befinden sich nach Angaben des Unternehmens im Aufbau und noch mal 1000 Quadratmeter in der Planung. In Seidnitz existiert seit 2010 die „SelbstLagerBox – das Hotel der Dinge“. Zudem kann man bei Umzugsunternehmen wie Bartsch & Weigert über kurz oder lang Dinge einlagern.

Von Catrin Steinbach

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