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Lokales Kurios, kurioser, DVB-Liste mit Fundsachen aus Bus und Bahn
Dresden Lokales Kurios, kurioser, DVB-Liste mit Fundsachen aus Bus und Bahn
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11:55 06.01.2017
Drei Rollatoren blieben 2016 in Bussen und Bahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe zurück.  Quelle: epd
Dresden

 „Wunderheilung in der Straßenbahn“ – diese nicht ganz ernst gemeinte Rede machte beim Neujahrsempfang der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) im Hauptbahnhof die Rede. Den Grund dafür lieferte DVB-Vorstand Lars Seiffert mit einer Jahresbilanz der etwas anderen Art. Er hatte Auszüge aus einer Liste mit Fundstücken zum Besten gegeben, die sich im Jahr 2016 in den Bussen und Bahnen der DVB angesammelt haben. Unter den 12.837 Stücken waren auch drei Rollatoren. „Da staunt man schon nicht schlecht und fragt sich, wie diese Fahrgäste wohl nach Hause gekommen sind“, meinte Seiffert. Da auch 34 Gehhilfen und drei Hörgeräte in Bus und Bahn vergessen wurden, wurde im Publikum schnell über die mögliche heilsame Wirkung einer Straßenbahnfahrt spekuliert.

Die Rollatoren sind nicht die einzigen Gegenstände auf der Liste von Fundstücken, die zum Grübeln anstiften. So haben die DVB-Mitarbeiter sage und schreibe 38 Fahrräder gefunden, die trotz ihrer Sperrigkeit ihren Besitzern irgendwie verloren gegangen sind. Ähnliche Fälle: eine Nähmaschine und zwei Personenwaagen.

Die Hitliste der Dresdner Vergesslichkeit, die mit genau 12837 Gegenständen ziemlich üppig ausfällt, führen dagegen eher weniger kuriose Dinge an. So sind Mobiltelefone mit 1141 Stück die mit Abstand häufigste Fundsache in Bus und Bahn. Es folgen Regenschirme (855), Mützen (846), Handschuhe (830) und Geldbörsen (749) in den Top Fünf. Erstaunlich oft werden auch vollgepackte Einkaufstüten (318) und Brillen (237) zurückgelassen.

Wer in die Tiefen der Liste hinabsteigt, dem Entfaltet sich das Leben mit seinen schönen und schlechten Seiten. Traurig etwa ist, dass tatsächlich ein Hund und eine Katze herrschenlos in Bus und Bahn zurückgelassen worden sind. Späte Trauer dürfte es bei den Besitzer der 102 Kuscheltiere gegeben haben, die ihre Bus- oder Bahnfahrt allein fortsetzen mussten. Pikant dagegen mutet an, dass ein BH, ein Tangaslip und eine Strumpfhose unter den Fundsachen auftauchen. Wer sich an weniger schöne Schultage erinnert, der kann vielleicht nachempfinden, dass acht Schulranzen und sogar ein Jahreszeugnis von ihren Besitzern zurückgelassen worden sind. „Und wir hätten mit all den gefundenen Musikinstrumenten auch ein DVB-Orchester gründen können“, sagt Seiffert. So hat man unter anderen ein Keyboard, drei Geigen, zwei Trompeten, eine Querflöte und eine Stimmgabel gefunden.

Von den Fundsachen konnten 3240 von den DVB direkt an die Besitzer zurückgegeben werden, zumeist weil diese sich bei den Kundenzentren gemeldet haben. Außerdem fällt bei einigen Gegenständen die Identifizierung besonders leicht, etwa bei den mit 202 Exemplaren vergleichsweise häufig vertretenen Abo-Karten der DVB. Hinzu kommen noch 18 Jobtickets, 15 Kundenkarten des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) und acht DVB Kundenkarten. Auch 43 EC-Karten und sieben Führerscheine fallen in diese Kategorie. Den mit 9203 Dingen größten Teil der Fundsachen haben die DVB-Mitarbeiter jedoch ans Fundbüro gegeben. 394 Stücke hat man stillschweigend vernichtet.

Von Uwe Hofmann

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