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Lokales Kunst als Zugang zur Wissenschaft
Dresden Lokales Kunst als Zugang zur Wissenschaft
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10:01 16.09.2016
Jens-Uwe Sommer vom Leibniz-Institut präsentiert formbare Polymere Quelle: Anja Schneider
Dresden

Im Rahmen der 18. Dresdner Museumsnacht eröffnen die Technischen Sammlungen am Sonnabend zwei neue Ausstellungen – die Dauerausstellung „Wellenreiter“ bietet Kindern die Möglichkeit, in einem opto-akustischen Experimentierfeld mit Schall- und Lichtwellen den Alltag zu erforschen; die andere Ausstellung ist eine Hommage an den Philosophen und Wissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibnitz zu Ehren seines 300. Jahrestages und nennt sich „Die beste der Möglichen Welten. Dort geht es vor allem um Entropie als Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst.

„Die Ausstellung soll aufzeigen, was uns zur Wissenschaft motiviert und wie sie entsteht“, so Kuratorin Sabine Zimmermann-Törne. Sie will mit der Ausstellung die Diskussion um die Frage, „was die Welt im Innersten zusammen hält“ anregen. Gemeinsam mit dem Dresdner Leibnitz-Institut, dass im offiziellen Leibnitzjahr 2016 die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen hat, wurden mehrere einzigartige Ausstellungsstücke arrangiert. So gibt es neben 12-Millionen Jahre alten Sedimenten auch echten „Atlantikstaub“ von Charles Darwin, formbare Polymerstrukturen oder spannende Projektionen zu erleben. Den Kern der Ausstellungen bilden die Arbeiten von fünf Künstlern, die für den Kunst- und Wissenschaftspreis des Dresdner Zentrum der Wissenschaft und Kunst nominiert sind. So sieht man beispielsweise eine „Großstadt“ aus alten Elektronikteilen oder ein fünf Meter langes Gemälde, bestehend aus unterschiedlichsten Farbpunkten.

„Leute die sonst nichts mit Wissenschaft am Hut haben, können durch die Kunst einen Zugang dazu erhalten“, erklärt Jens-Uwe Sommer vom Leibnitz Institut. Dabei soll es vor allem um die Entropie – also die unendliche Möglichkeit von Dingen, die Ordnung und Unordnung hervorrufen können“ – gehen.

So kann man in mehreren Installationen, Projektionen und kleinen Experimenten das Verhalten von Flüssigkeiten, beispielsweise von Öl und Essig beobachten. „Das ist Kunst und Wissenschaft zugleich“, so Sommer. Dazu fügen sich laut Zimmermann-Törne „künstlerische Statements“, wie etwa fiktive Bilder einer Eislandschaft auf einem Jupitermond, die kürzlich von Astronomen als sehr wahrscheinlich definiert wurde. Für die Kuratorin sind es zudem die „wertvollen Gedanken“ von Leibnitz, die in der Ausstellung mitschwingen und sie besonders machen.

Im zweiten Obergeschoss der Technischen Sammlungen geht es dann ab Sonnabend in der neuen Dauerausstellung „Wellenreiter“ etwas praktischer zu, vor allem für die jüngeren Generationen. Über 50 interaktive Klang- und Lichtexperimente sollen die Kinder mit erstaunlichen Phänomenen überraschen und Lust auf Wissenschaft machen. „Die Ausstellung fügt sich thematisch in unser Haus ein. Es soll zum Nachdenken über die physikalischen Grundlagen unserer Welt anregen“, erklärt Holger Seifert, Bereichsleiter Wissenschaftskommunikation.

Laut Museumsdirektor Roland Schwarz seien in den letzten Monaten vermehrt Kinder und Familien in die Technischen Sammlungen gekommen, was zur Entscheidung für den „Wellenreiter“ wesentlich beigetragen hätte. „Dresdner Familien und auch Schulen sind allgemein sehr Technik-begeistert. Wir glauben, dass der ’Wellenreiter’ sehr gut angenommen wird.“ Als Highlight gibt es für drei- bis achtjährige Kinder eine stilisierte Unterwasserwelt, indem akustische und optische Phänomene erforscht werden können. Neben einem Bällebad warten in dem rund 20 Meter langen Tunnel auch Schatztruhen, Glasfaserkorallen, und blubbernde Unterwassersäulen.

Von Sebastian Burkhardt

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