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Lokales Kulturpalast Dresden ist ab November dicht
Dresden Lokales Kulturpalast Dresden ist ab November dicht
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15:34 09.10.2015
Bis Ende Oktober soll die Kulti-Fassade dicht sein, damit im Innern geheizt werden kann. Quelle: Tanja Tröger
Dresden

Wieder dicht: Bis Ende Oktober soll die restaurierte Fassade des Kulturpalastes geschlossen sein, damit die Baustelle im Innern beheizt werden kann. Bis dahin setzen Fachleute Hunderte der jeweils 1,50 Meter mal 3 Meter großen neuen Glasscheiben in die denkmalgerecht aufgearbeiteten Original-Alu-Rahmen ein. Statt wie früher bronziert sind die neuen Fenster jedoch klassisch durchsichtig – für viele Dresdner zunächst ein ungewohnter Anblick. „Als der Kulturpalast gebaut wurde, waren die Scheiben transparent. Die Bronzierung wurde erst in den 1970er Jahren aufgebracht, weil zu viel Sonne und Wärme ins Gebäude strahlten“, erläuterte Projektleiter Thomas Puls am Freitag bei einem Baustellenrundgang. Nun könne man von außen ins Gebäude schauen und von drinnen den Blick nach außen schweifen lassen. „Das Haus strahlt nach außen.“

Abgesehen von den neuen klaren „Augen“ behält der Kulti sein bekanntes Gesicht: Die polierten Platten aus rotem Granit im Sockelbereich des Kulturpalastes werden ebenfalls aufgearbeitet und wieder angebracht. Platten, die beim Abbau zu Bruch gegangen sind, werden durch neue ersetzt. Damit später kein Unterschied zwischen Alt und Neu zu erkennen ist, wird der Granit wieder aus dem Original-Steinbruch in der Ostukraine besorgt, so Projektleiter Puls. Im Herbst 2016 soll dann die komplette Fassade fertig sein.

Bereits Ende dieses Jahres soll die Dachsanierung abgeschlossen sein. Seit dem Sommer wird das rund 4700 Quadratmeter umfassende Dach ausgebessert und teilweise erneuert. Die markante Kupferkuppel ist noch voll intakt und muss nicht bearbeitet werden.

Im künftigen Saal wird mächtig Krach gemacht: Gerüstbauer haben in etwa zwölf, dreizehn Metern über dem Boden eine Zwischendecke eingezogen, die auf Gerüsten ruht. Von dort aus werden an der etwa 22 Meter hohen Saaldecke die Gitterrost-Arbeitsgalerien für die Beleuchter und Bühnentechniker, erste Teile der sogenannten Obermaschinerie, also Seilzüge, an denen Vorhänge und Kulissen hängen, und die Akustik-Deckenelemente montiert. Die sehen allerdings derzeit noch sehr metallisch aus. Erst später werden sie mit Trockenbau verkleidet und ergeben dann die hellen, verwinkelten Deckenflächen, die auf den Kulti-Entwürfen zu sehen sind. Die Neigung etlicher Abschnitte ist variabel, damit sie für eine optimale Akustik nachjustiert werden können, ehe der Saal eingeweiht wird.

Im Foyer wird in den kommenden Wochen eine sogenannter Musterachse eingerichtet: In einem mehrere Meter breiten Abschnitt werden die Modellgipsdecke samt Beleuchtung, die Wandbekleidung und der Teppich verlegt und angebracht, sodass man sehen kann, wie sie gemeinsam wirken. Im März 2017 soll das neue Kulturzentrum mit Konzertsaal, Bibliothek und Kabarett dann an seine neuen Nutzer übergeben werden.

Tanja Tröger

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