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KulturLoge Dresden für Engagement für Flüchtlinge ausgezeichnet

Startsocial-Wettbewerb KulturLoge Dresden für Engagement für Flüchtlinge ausgezeichnet

Den Besuch von Kultur- und Sportveranstaltungen können sich viele Bedürftige, darunter auch Asylbewerber, nicht leisten. Eine Initiative aus Dresden schafft erfolgreich Abhilfe – und bekommt dafür nun eine besondere Ehrung.

Auch für die Staatsoperette vermittelt die KulturLoge Dresden kostenlos Karten an Flüchtlinge. Sie ermöglicht ihnen damit kulturelle Teilhabe.

Quelle: David Campesino

Dresden. Einmal in die Staatsoperette oder in die Herkuleskeule, zu den Dresden Monarchs oder zu Dynamo. Viele Bedürftige aus Dresden und Umland können sich das nicht leisten. An sie vermittelt die KulturLoge Dresden kostenlose Eintrittskarten – auch an Flüchtlinge, seit sie vermehrt nach Deutschland kommen. Für das Projekt „Kulturelle Teilhabe von Asylsuchenden“ erhält der Verein nun eine Auszeichnung. Am 7. Juni wird er als eine von bundesweit 25 Initiativen, darunter zwei aus Sachsen, bei der Preisverleihung des Wettbewerbs „Startsocial“ zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements im Bundeskanzleramt geehrt.

„Wir freuen uns riesig. Das ist der Wahnsinn, dass unsere drei Mitarbeiterinnen das geschafft haben. Sie haben da viel Zeit und Mühe reingesteckt“, freut sich KulturLoge-Projektleiterin Heidrun Frank für die Asylprojektkoordinatorin Christiane Strohbach und ihre Mitstreiterinnen Christin Hedrich und Yvonne Thieré. Sie arbeiten mit einem Vermittlungssystem, in das einerseits die angemeldeten bedürftigen Gäste – mittlerweile rund 2500 – und andererseits die Veranstaltungen eingetragen werden, für die es freie Plätze gibt. Die Veranstalter stellen die Karten, monatlich etwa 700 bis 1400, im Vorfeld kostenfrei zur Verfügung. Die KulturLoge hat dafür ein großes Netzwerk geschaffen, dem aktuell 72 Kultur- und sechs Sportpartner angehören – von den Staatlichen Kunstsammlungen über den Riesa Efau, die Kreuzkirchgemeinde, den Astroclub Radebeul und den Theaterkahn bis hin zu den DSC-Volleyballerinnen. Hinzu kommen 30 Sozialpartner, darunter DRK, Dresdner Tafel, Begegnungsstätten und Nachbarschaftshilfevereine, die den Kontakt zu möglichen Gästen herstellen und bestätigen, dass diese bedürftig sind.

„Gast werden kann, wer weniger als 930 Euro Monatseinkommen als Haushaltsvorstand oder Alleinerziehender oder als Einzelperson hat“, erklärt Heidrun Frank. Darunter können beispielsweise Arbeitslose, Rentner, Geringverdiener, Azubis und Asylsuchende fallen. Die Kartenvermittlung läuft bei der im Oktober 2012 gegründeten KulturLoge telefonisch, 22 ehrenamtliche Vermittlerinnen sind dafür am Werk. Die Gäste bekommen dann je zwei Plätze, niemand muss also allein gehen. Bei Flüchtlingen sind Verantwortliche von etwa 50 Initiativen und Wohngruppen die Ansprechpartnern der KulturLoge. In diesem Jahr gibt es zusätzlich ein Projekt mit Kulturpaten, die dezentral untergebrachte Flüchtlingsfamilien betreuen und mit ihnen gemeinsam die Veranstaltungen besuchen. Denn auch ohne bzw. mit kaum vorhandenen Deutschkenntnissen könne ein Konzert, ein Punktspiel oder aber ein Museumsbesuch zu einem Erlebnis werden. Mit dem Engagement leistet die KulturLoge einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in das reichhaltige Kulturleben der Kunst- und Kulturstadt Dresden.

Infos im Internet: www.kulturloge-dresden.de

Von Stefan Schramm

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