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Lokales Kühne Visionen für den Ferdinandplatz
Dresden Lokales Kühne Visionen für den Ferdinandplatz
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18:02 26.07.2017
So könnte der Ferdinandplatz aussehen.PR
Dresden

Eines der wenigen zentralen Filetstücke soll ein neues Gesicht erhalten: der Ferdinandplatz. Sieben Planungsbüros haben seit März die städtebaulichen Entwicklungspotenziale der Fläche untersucht und Entwürfe eingereicht. Eine Expertengremium aus Gutachtern, Eigentümern, Stadträten und Fachämtern hat jetzt den Entwurf des holländischen Büros Barcode Architects zum geeignetsten bestimmt.

Die Architekten aus Rotterdam planen mit drei neuen Baukörpern: Ein Riegel aus Wohngebäuden soll das Karstadt Kaufhaus baulich abschließen. Dabei soll der in sich geschlossene Gebäudekomplex einen großen begrünten Innenhof erhalten. Die anderen beiden Baukörper sind für ein neues Verwaltungszentrum vorgesehen. Bis 2030 soll die derzeit über das gesamte Stadtgebiet zerstreute Verwaltung auf drei Standorte in der Innenstadt konzentriert werden. Dabei soll am Ferdinandplatz ein neues Technisches und Sozialrathaus entstehen. Neben dem Neuen Rathaus am Dr.-Külz-Ring soll der Sitz des Ortsamtes Altstadt in der Theaterstraße als dritter Standort erhalten bleiben.

Von Montag, 31. Juli bis Montag, 14. August, zeigt das Stadtplanungsamt in der Halle des World Trade Center, Ammonstraße 72, alle sieben Entwürfe. Neben Barcode Architects haben sich Knerer und Lang Architekten aus Dresden, Peter Kulka Architektur Köln, Iproconsult Dresden, Thomas Müller Ivan Reimann Gesellschaft von Architekten Berlin, Chistoph Mäckler Architekten aus Frankfurt/Main und Ortner & Ortner Baukunst aus Berlin beteiligt.

Die Umgestaltung der Brache um den Ferdinandplatz, die gegenwärtig als Parkplatz genutzt wird, sei ein wichtiger Baustein für eine städtebauliche Vervollkommnung der Innenstadt. Die Untersuchung mit den Planungsbüros habe dem Vorhaben einen frischen Impuls geben sollen, schreibt die Verwaltung.

Das neue Verwaltungszentrum ist die langfristige Lösung, allerdings bekommt die Verwaltung bereits kurzfristig Probleme, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterzubringen. Die Sanierung des Neuen Rathauses muss fortgesetzt werden, rund 650 Beschäftigte benötigen deshalb neue Büros. Ende 2018 läuft der Mietvertrag für das ehemalige Robotron-Verwaltungsgebäude an der St.-Petersburger Straße aus, dann stehen noch einmal 650 Mitarbeiter auf der Straße. Hinzu kommen etwa 100 neue Stellen bis Ende 2018, für das künftige Personal gibt es auch noch keine Büros.

Das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung prüft Interimsbüros in Containern und dafür notwendige Grundstücke. Möglicherweise mietet die Stadt aber für ein Containerrathaus auch Flächen von Dritten. Als Option käme auch eine Verschiebung der Rathaussanierung in Betracht. Dann müssten nur 650 Beschäftigte aus der St. Petersburger Straße und bis zu 100 neue Mitarbeiter untergebracht werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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