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Lokales „Kühlschränke sind unsere größte Herausforderung“
Dresden Lokales „Kühlschränke sind unsere größte Herausforderung“
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18:45 22.06.2017
Miele-Geschäftsführer Markus Miele zu Besuch beim Dresdner Vertriebspartner „Mai & Söhne“ auf der Königsbrücker Straße. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Ein Dresdner Selfmade-Man, der sich 1986, kurz vor der Wende, mit einem Elektro-Installationsbetrieb selbstständig gemacht hat und dessen Firma es heute noch gibt – das ist vergleichsweise selten. Geholfen hat Siegmund Mai die Entscheidung, 1996 zum Miele-Spezial-Vertragshändler zu werden. Inzwischen betreibt er sein hochmodernes Familienunternehmen mit zehn Mitarbeitern in der Königsbrücker Straße, hat einen Ableger in Kesselsdorf gegründet und nennt die Firma „Mai und Söhne“, weil Ricardo und Benjamin Mai Mitinhaber geworden sind.

30 Jahre – das nun war sogar für den großen Miele-Chef Markus Miele aus Gütersloh Grund genug, beim erfolgreichen Vertriebspartner an der Elbe mal persönlich reinzuschauen. „Schon mein Vater war beeindruckt vom besonderen Verkaufskonzept für unsere Produktpalette, als er vor 20 Jahren zum zehnjährigen Bestehen hier war“, sagte Markus Miele am Donnerstag, als er die Dresdner Chefs und deren Firmenräume begutachtete.

Dass Waschmaschinen, Kühlschränke und Herde inzwischen Hightech-Geräte sind, weiß jeder, der sich frisch damit ausgestattet hat. Unter dem Stichwort „Smart Home“ bündeln sich Themen wie Sicherheit und Energieeffizienz auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe. „Smart Home soll unseren Haushalt einfacher machen“, sagt denn auch Markus Miele, der das 1899 gegründete Traditionsunternehmen bereits in vierter Generation leitet. Er berichtet vom aktuellen Beitrag seines Unternehmens auf dem Weg in die Netzgesellschaft. Rund 200 Testhaushalte zum Beispiel probieren momentan aus, in welche Richtung sich intelligente Waschmaschinen entwickeln könnten. Auf Öl- und Rotweinflecke abgestimmte Waschmittel, die durch die Maschine richtig dosiert werden, sind schon auf dem Markt. Sind die Vorräte aufgebraucht, sendet die Waschmaschine eine Nachricht an das Smartphone und übernimmt die Nachbestellung. In der Küche kommunizieren Herd und Abzugshauben ganz ohne menschliches Zutun miteinander.

Auch Kühlschränke sollen intelligenter werden. Doch: „Kühlschränke sind unsere größte Herausforderung“, erklärt Miele. Frische Lebensmittel haben oft keinen Barcode, spontane Essensgelüste und Urlaubstrips der Kühlschrankbesitzer sind schwer zu messen. Lebensmittel, die sich selber nachbestellen, seien deshalb noch fernere Zukunftsmusik als per App kommunizierende Waschmaschinen, mit denen Miele den Großteil seines Umsatzes einfährt. 2016 hat der Haushaltsgeräte-Riese rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet und erwartet ein weiteres gutes Verkaufsjahr. Gute Konjunktur und Niedrigzinsen treiben die Investitionen des Unternehmens mit weltweit rund 19 000 Mitarbeitern an.

http://www.mai-und-soehne.de/

Von Tomke Giedigkeit

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