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Kritik an Vonovias neuer Platte an der Stübelallee

„Voll der Plattenbau“ Kritik an Vonovias neuer Platte an der Stübelallee

Die „Vonovia“ hat konkrete Entwürfe für ihr bereits angekündigtes Wohnungsbauprogramm in Dresden nun im Ortsbeirat Blasewitz vorgestellt – und dort ein skeptisches Echo geerntet. Die beiden geplanten Mehrfamilienhäuser an der Stübelallee in Johannstadt stießen vor allem auf einen Tenor in der Runde: „Voll der Plattenbau!“

Die „Vonovia“ hat konkrete Entwürfe für ihr bereits angekündigtes Wohnungsbauprogramm in Dresden nun im Ortsbeirat Blasewitz vorgestellt – und dort ein skeptisches Echo geerntet.
 

Quelle: Vonovia

Dresden-Johannstadt.  Die „Vonovia“ hat konkrete Entwürfe für ihr bereits angekündigtes Wohnungsbauprogramm in Dresden nun im Ortsbeirat Blasewitz vorgestellt – und dort ein skeptisches Echo geerntet. Die beiden geplanten Mehrfamilienhäuser an der Stübelallee in Johannstadt stießen vor allem auf einen Tenor in der Runde: „Voll der Plattenbau!“

Das allerdings hörte Vonovia-Regionalleiter Alexander Wuttke, der derzeit mit dem Bauprogramm durch die Ortsbeiräte in Dresden tingelt, gar nicht so gern: Die Wohnungsgesellschaft bevorzugt die Bezeichnung „Modulbauweise“ und vermeidet das negativ besetzte Wort vom Plattenbau. Durch diese Bauweise – übrigens ohne Keller – könnten solche Sechsgeschosser billiger und schneller als andere Häuser entstehen: Binnen sechs Monaten nach dem Baustart sollen sie fertig sein.

Ähnlichkeit zu DDR-Platte offensichtlich

Die Ähnlichkeiten mit den Einheits-Hochhäusern, wie sie vor der Wende zu Tausenden in Prohlis, Gorbitz, Reick und anderen DDR-Plattenvierteln hochgezogen wurden, sind indes unübersehbar: Vor allem an der graublauen funktionalen Standardfassade rieben sich die Geister: „Willkommen zum X. Parteitag der SED“, kommentierte Lutz Richter, der für „Die Linke“ im Ortsbeirat sitzt, die Visualisierungen. Auch FDP-Ortsbeirat Carsten Biesok konnte sich die Ironie nicht verkneifen: „Zumindest passen sich die Häuser völlig in die Umgebung ein“, sagte er mit Blick auf die DDR-Plattenbauten, die schon dahinter stehen. Allerdings sei die Vonovia doch irgendwie zu loben: Immerhin baue diese Gesellschaft wenigstens neue Wohnungen und stelle sich freiwillig im Vorfeld der Diskussion in den Ortsbeiräten. Und das sei nicht selbstverständlich, betonte Ortsamts-Leiterin Sylvia Günther. „Andere Bauherren antworten auf unsere Einladungen glattweg mit einem Nein.“

Die Vonovia will insgesamt rund elf Millionen Euro in die beiden Neubauten an der Stübelallee investieren. Ein Sechsgeschosser mit 24 Wohnungen soll neben dem „Lidl“-Markt am Comeniusplatz entstehen, der andere mit 25 Wohnungen an der Ecke zur Müller-Berset-Straße. Beide Häuser werden wie erwähnt nicht unterkellert, statt dessen planen die Architekten Abstellkammern in den Wohnungen. Die Vonovia will zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter berechnen. Zielgruppe sind vor allem Familien mit mehreren Kindern. Außerdem sollen zwei Spielplätze und zwei Parkplätze entstehen. „Solche Wohnungen sind gefragt“, versicherte Regionalleiter Wuttke. Und: Angesichts der Vorwürfe, die Vonovia verfolge eine Plattenbau-Ästhetik, versprach er, zumindest über farbenfrohere Fassaden nachzudenken.

Von Heiko Weckbrodt

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