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Lokales Kranzniederlegung und Gedenken an deportierte Dresdner Juden
Dresden Lokales Kranzniederlegung und Gedenken an deportierte Dresdner Juden
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23:45 09.09.2015
Dresdner legten am Donnerstag in Gedenken an deportierte Dresdner jüdischen Glaubens Blumen am Bahnhof-Neustadt nieder. Quelle: Dominik Brüggemann
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Ein kleines Zeichen der Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe. Werte, die im Oktober 1938 längst vergessen waren, wie Eckehard Möller, Pfarrer an der Martin-Luther-Kirche, am Donnerstag erinnerte. Bei der Kranzniederlegung und dem Gedenken am Bahnhofseingang berichtete er von dem Schicksal von 724 Dresdner Juden, die vom Alten Leipziger Bahnhof  in die Konzentrations- und Vernichtungslager verbracht wurden.

Am 16. Februar 1945 sollte der letzte Deportationszug rollen. „Die Bombenangriffe haben diese Deportation verhindert“, so Pfarrer Möller, der vorab die Frage nach der Ironie der Geschichte gestellt hatte. Die Jahre davor seien von Demütigung und Angst geprägt gewesen. Familien verschwanden, um ausgerottet zu werden und kaum jemand half, die Masse schwieg. Rund 30 Menschen nahmen an der Kranzniederlegung teil und gedachten der Menschen, die von Dresden in den Tod geschickt wurden.

dbr

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