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Lokales Krankenhaus Dresden-Neustadt: Wirtschaftliche Lage ist sehr angespannt
Dresden Lokales Krankenhaus Dresden-Neustadt: Wirtschaftliche Lage ist sehr angespannt
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18:16 09.09.2015

André Schollbach, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Stadtrat, hatte gefragt, wie die Verwaltung die Situation des Krankenhauses einschätzt.

Laut Hilbert erwirtschaftet das Krankenhaus Neustadt seit 2009 Jahresfehlbeträge. Für das Geschäftsjahr 2013 werde ein Defizit von 3,397 Millionen Euro erwartet. "Die Jahresfehlbeträge führen dazu, dass die Liquidität nur noch mit Hilfe von Kassenkrediten gesichert werden kann", schreibt Hilbert. Zum 30. Juni 2013 stünde das Krankenhaus mit elf Millionen Euro in der Kreide.

Dem Krankenhaus stehen laut dem Wirtschaftsbürgermeister keine Mittel zur Eigenfinanzierung von Investitionen zur Verfügung. Ein dafür notwendiger Cash-Flow könne nicht erzielt werden, heißt es in der Antwort an Schollbach.

Der Linke-Fraktionsvorsitzende forderte die Stadtverwaltung auf, endlich ihre Hausaufgaben zu erledigen. "Die Lage der Krankenhäuser ist seit geraumer Zeit verbesserungsbedürftig", sagte er. Seit 2008 seien die Probleme nicht gelöst worden, da die Verwaltung nur noch eine GmbH-Gründung im Auge gehabt habe. Diese Pläne wurden durch ein von den Linken initiiertes Bürgerbegehren gestoppt (DNN berichteten).

Schollbach ist sich im Klaren, dass es noch längere Zeit brauchen werde, bis die Städtischen Krankenhäuser - auch Friedrichstadt erwirtschaftet rote Zahlen - in ruhigeres Fahrwasser gelangen. "Die Verwaltung muss dem Stadtrat aber jetzt Rechnung darüber ablegen, zu welchen Ergebnissen die im vergangenen Jahr beschlossenen Konsolidierungsmaßnahmen geführt haben und was noch verbessert werden muss", fordert der Linke. Ein Krankenhaus erfülle Aufgaben der kommunalen Daseinsfürsorge und müsse deshalb nicht zwingend Überschüsse erwirtschaften. "Aber mit den Geldern und Ressourcen muss vernünftig umgegangen werden. Da nehmen wir die Verwaltung und den zuständigen Bürgermeister Detlef Sittel (CDU) in die Pflicht", so der Fraktionsvorsitzende gegenüber den DNN.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.09.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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