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Kräuter, Zahlen und Geschichte - Hansgeorg Briese vermittelt Wissen über Kräuter und Stadtgeschichte

Kräuter, Zahlen und Geschichte - Hansgeorg Briese vermittelt Wissen über Kräuter und Stadtgeschichte

"Ein Aufguss aus 38-prozentigem Doppelkorn und Blüten von Gänseblümchen lockert die Muskeln und verbessert die Durchblutung", weiß Hansgeorg Briese.

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Allround-Hobbyforscher Hansgeorg Briese kennt sich mit Heilkräutern aus. Der 76-jährige Striesener stellt gesundheitsfördernde Kräuteressenzen und Aufgüsse sogar selbst her.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Catrin Steinbach

"Mit einem Aufguss aus Blättern, Blüten, Stängeln und Wurzeln des Löwenzahns kann man zum Beispiel Narben einreiben, wenn sie bei einem Wetterumschwung weh tun. Das lindert die Schmerzen. Frische Triebe von Fichten und Kiefern - ebenfalls mit Alkohol versetzt und wenigstens vier Wochen ziehen gelassen - verwende ich, um nach langen Wanderungen meinen durchgetretenen rechten Fuß damit einzureiben." Auch seinen Tee bereitet der 76-jährige Mieter einer Plattenbauwohnung in Striesen selbst, trocknet dafür auf seinem Balkon Brennnessel, Spitzwegerich, Zitronenmelisse und Pfefferminze.

Hansgeorg Briese kennt sich aus mit Heilkräutern, gibt sein autodidaktisch erworbenes Wissen auch gern weiter und zwar im Rahmen von Kräuterwanderungen des Kneippvereins Dresden. Die finden alljährlich im Frühjahr und im Sommer statt, sind sehr begehrt. "Zwischen 30 und 50 Leute kommen immer", freut sich der Senior über die große Resonanz. Jeder Teilnehmer bekommt von ihm dann als Erinnerung eine selbst gestaltete Übersicht, welche Teile welchen Heilkrauts man wann sammelt und wofür man sie verwendet.

Doch Heilkräuter sind nicht das einzige Hobby von Hansgeorg Briese. Dem einst bei den Dresdner Verkehrsbetrieben tätigen Programmierer hat es die Geschichte der Stadt Dresden angetan. In akribischer Kleinarbeit recherchiert er Zahlen, Fakten und Geschichten. So kann er über Hochwasser in Dresden seit 1501 oder auch über die Entwicklung der Einwohnerzahl in Dresden seit 1396 anhand von selbst angefertigten Grafiken Auskunft geben. Zudem hat er aus unzähligen Quellen, unter anderem auch eigenen Recherchen in der Landesbibliothek und im Stadtarchiv, umfangreiches Material zur Geschichte der 115 Dorfkerne Dresdens sowie Sagen und Geschichten zusammengetragen. Auch dieses Wissen gibt er im Rahmen von Führungen des Kneippvereins weiter. "Damit die Leute wissen, wo sie leben!"

Im Verlauf der vergangenen 20 Jahre hat er alle 115 Dorfkerne vorgestellt. "Jetzt bin ich gewissermaßen in der zweiten Runde", erzählt der Hobby-Heimatforscher. Zudem gestaltet er gemeinsam mit dem Architekten und Historiker Kai Tempel Ausstellungen beim Dresdner Geschichtsmarkt. "Nächstes Jahr geht es um die Eingemeindungen in Dresden", gibt Hansgeorg Briese schon einen Ausblick. Auch für die Ausstellung 2014, die sich mit "Historischen Eisenbahnverkehrsbauten in Niederau und Oberau" beschäftigt, hat er bereits Material in petto. "In Niederau befindet sich nämlich Deutschlands ältester noch in Betrieb befindlicher Bahnhof. Und in Oberau der erste Eisenbahntunnel Deutschlands", sprudelt das Wissen aus dem Hobbyhistoriker. Anfang Dezember ist er auch bei der Hobbyausstellung der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt dabei. Dort widmet er sich mit Zahlen, Fakten und Grafiken einem weiteren Lieblingsthema: dem grünen Dresden.

Eine Hobbyausstellung veranstaltet die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt am ersten Adventswochenende in der JohannStadthalle. Rund 35 Dresdnerinnen und Dresdner machen bei der Schau mit und zeigen, womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen. Zu sehen sind Keramik, Schnitzkunst, Malerei, Radierungen, Collagen, Fotografien, nach historischem Vorbild gefertigte Holzmasken, Modelleisenbahnen und Handwerkskunst aller Art. Zudem stehen Wellensittichzucht und Imkerei im Blickpunkt, können unter fachkundiger Anleitung kleine Weihnachtsgeschenke gebastelt werden. Es gibt ein Chor- und ein Blueskonzert sowie weihnachtliche Geschichten. Während auf der dritten Hobbyausstellung in diesem Jahr ausschließlich Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt ihre Hobbys präsentieren, soll das im kommenden Jahr anders werden. "Dann ist der Verein JohannStadthalle Veranstalter, denn die Schau soll auch für Dresdner offen sein, die kein WGJ-Mitglied sind", blickt WGJ-Sprecherin Anne Pietag voraus.

Hobbyausstellung JohannStadthalle, Holbeinstr. 68, 1. Dezember 10-18 Uhr, 2. Dezember 10-16 Uhr

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.11.2012

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