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Koste es, was es wolle: Dresdner wollen den Fernsehturm zurück

DNN-Barometer Koste es, was es wolle: Dresdner wollen den Fernsehturm zurück

Eindeutiges Ergebnis: 75 Prozent der Dresdner wollen, dass der Fernsehturm wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird – koste es die öffentliche Hand, was es wolle. Mit öffentlicher Hand ist durchaus die Stadtkasse gemeint, die einen Großteil der Kosten tragen müsste. Das ist ein Ergebnis des 100. DNN-Barometers.

75 Prozent der Dresdner wollen, dass der Fernsehturm in Dresden-Wachwitz wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
 

Quelle: dpa-Zentralbild/ZB

Dresden.  Das ist ein mehr als eindeutiges Ergebnis: 75 Prozent der Dresdner wollen, dass der Fernsehturm in Dresden-Wachwitz wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das ist ein Ergebnis des 100. DNN-Barometers, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden 514 repräsentativ ausgewählte Dresdnerinnen und Dresdner befragt hat. Nur 20 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die Landeshauptstadt ihr Geld lieber anderweitig ausgeben sollte. Fünf Prozent hatten keine Meinung zu der Thematik.

Das Besondere an dem Umfrageergebnis: Die Befrager vom Institut für Kommunikationswissenschaft haben die Befragten sehr deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass nach einer in Auszügen bekannten Machbarkeitsstudie Wiederbelebung und Betrieb des Fernsehturms nur durch den dauerhaften Zuschuss öffentlicher Gelder möglich sind. Trotzdem sollte der Fernsehturm aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden, meinten drei Viertel der Befragten. Kurzum: Eine klare Mehrheit ist dafür, dass der Fernsehturm wieder öffnet – koste es die öffentliche Hand, was es wolle. Mit öffentlicher Hand ist durchaus die Stadtkasse gemeint, die einen Großteil der Kosten tragen müsste.

Dass das Ja zum Fernsehturm kein bloßes Lippenbekenntnis ist, zeigen die Antworten auf die Frage, ob den Dresdnerinnen und Dresdnern die jahrzehntelange Debatte um die Wiedereröffnung des Fernsehturms bekannt ist. 87 Prozent der Befragten bekundeten, schon davon gehört zu haben. Nur 13 Prozent wussten mit der Diskussion nichts anzufangen.

Auch mit den verschiedenen Ideen zum künftigen Betrieb des Fernsehturms haben sich die Dresdnerinnen und Dresdner auseinandergesetzt. Der Fernsehturmverein Dresden hatte bereits 2016 kühne Visionen vorgestellt und ist damit bei einem breiten Publikum auf offene Ohren gestoßen. So wussten 52 Prozent der Befragten über das Café und die Aussichtsplattform Bescheid. 22 Prozent haben schon mal von den Plänen mit einer Seilbahn über das Elbtal gehört, vier Prozent von einem Wissenschaftszentrum am Fuße des Turms und ein Prozent von einem Planetarium. Nur die Kino-Pläne waren den Befragten nicht bekannt. Vier Prozent brachten andere mögliche Nutzungsvarianten ins Spiel.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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