Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Konsum Dresden ist nach West-Desaster wieder im Plus
Dresden Lokales Konsum Dresden ist nach West-Desaster wieder im Plus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:02 09.09.2015
Momentan sind nur 60 Prozent der Neustädter Markthalle vermietet. Das Ober- und Untergeschoss sollen in Kürze aber wiederbelebt werden. Quelle: C. Fritzsche

Die DNN beantworten die wichtigsten Fragen zur aktuellen Konsum-Bilanz.

Wie ist die Höhe des Gewinns einzuordnen?

Gemessen an dem desaströsen Vorjahr, in dem der Konsum Verluste von fast acht Millionen Euro einfuhr, ist das ein großer Erfolg. Erreicht hat Ulke dies nur, indem er zwei der vier Pleite-Märkte in Franken abgestoßen und die verbliebenen zwei in puncto Ausstattung abgespeckt hat. So fehlen inzwischen beispielsweise die hier in Dresden bewährten Frische-Theken für Wurst und Käse. Die Expansion des Konsums in die alten Bundesländer, die vor über fünf Jahren groß gefeiert wurde, endete in einem Fiasko.

Macht der nach wie vor schwelende Ost-West-Konflikt das Geschäft kaputt?

"Dass nicht wenige Menschen in Bayern skeptisch gegenüber Lebensmittelmärkten aus dem Osten sind und einen großen Bogen um uns machen, spielt natürlich eine Rolle", sagt Ines Mokrani, die ebenfalls Mitglied des Konsum-Vorstands ist. Bestimmt hat so mancher Franke das Bild im Kopf, wie die Hausfrauen zu DDR-Zeiten beflissen bunte Rabattmarken in ihr Konsumheftchen klebten - ein Bild, das natürlich längst überholt ist. Vielmehr ist es der Genossenschaft gelungen, sich mit hochwertigen Produkten deutlich von Discountern wie Lidl und Penny abzugrenzen. Doch neben solch latent mitschwingenden Vorurteilen machten Ulke und sein Team beim Expandieren auch handfeste Fehler. Sie glaubten Standortanalysten, dass Kaufland in Erlangen für den Dresdner Konsum keine Konkurrenz darstelle und bauten ihren "Frida"-Markt nur wenige hundert Meter entfernt. Eine fatale Fehleinschätzung. Im Kaufland geben sich die Menschen die Klinke in die Hand, im Konsum konnte man sich in Ruhe mit einer Staffelei hinstellen und leere Gänge zeichnen.

Können die Konsum-Mitglieder auf eine Dividende hoffen?

Ja, sie wird 1,25 Prozent betragen und wegen der deutlich besseren Bilanz als 2011 aus dem Jahresüberschuss an alle anspruchsberechtigten Mitglieder noch im Juni ausgezahlt. "Wie in jedem Jahr wird den knapp 24 000 Mitgliedern auch für 2012 eine Rückvergütung von 0,5 Prozent auf ihren persönlichen Umsatz gewährt", kündigt Ulke an.

Plant der Konsum in diesem Jahr größere Investitionen?

Neben dem Bau des kleinen Konsum-Marktes an der Münchner Straße wollen die Verantwortlichen der 125 Jahre alten Genossenschaft ab Herbst die Filiale an der Löwenhainer Straße komplett umgestalten lassen. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro. "Wir werden das Vorhaben in zwei Bauabschnitte unterteilen und ständig einen Interimsverkauf anbieten", betont Ulke.

Zudem soll es in Kürze in der Neustädter Markthalle vorangehen, die momentan nur zu 60 Prozent vermietet ist. Vor allem das Untergeschoss ist tot. "Wir führen intensive Gespräche und haben ein konkretes Konzept vor Augen. Aber Details können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verraten, da bislang nichts unterschrieben ist", sagt Ulke.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2013

Christoph Stephan

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Für das Romain-Rolland-Gymnasium (RoRo) war am Dienstag ein ganz besonderer Abend: Zum ersten Mal erhielten sächsische Schüler mit ihren Prüfungsresultaten einen AbiBac-Abschluss.

09.09.2015

Kaum hat sich die Hochwasserlage in Sachsen entspannt, gibt es erste Hinweise auf gravierende Mängel: Auf dem Rastplatz "Dresdner Tor" an der Autobahn 4 kurz vor der Landeshauptstadt blieben am Wochenende rund 230.000 Sandsäcke ungenutzt liegen, obwohl in Magdeburg und Stendal Land unter war.

09.09.2015

Gewerkschaften, Verbände und Parteien haben teils empört auf das an Bedingungen geknüpfte Angebot der Regierung zu Lehrerbezahlung und -altersteilzeit sowie zur Erhöhung der Beamtenbezüge reagiert.

09.09.2015