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Konjunktur top – doch Dresden gehen die Fachkräfte aus

IHK Dresden Konjunktur top – doch Dresden gehen die Fachkräfte aus

Eine Mehrzahl der Dresdner Unternehmen meldet aktuell bestens laufende Geschäfte. Das verkündet die Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) als Fazit der Konjunkturumfrage im Herbst 2017. Für die Zukunft sehen viele Firmenlenker große Risiken im Fachkräftemangel.

Die Sanierung der Dresdner Augustusbrücke zum Beispiel ist ein Millionenprojekt, das vielen Baufirmen Arbeit auf lange Sicht beschert.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Die Geschäfte der hiesigen Wirtschaft laufen gut. Das ist Ergebnis der Herbstumfrage zur Konjunktur, die die Industrie-und Handelskammer Dresden (IHK) am Donnerstag in Dresden vorgestellt hat. Auslandsnachfrage, Kauflaune der Verbraucher und die Baukonjunktur sind dafür wichtige Gründe ebenso wie niedrige Zinsen.

Die Ergebnisse der Umfrage legen zwar nahe, dass die Konjunktur stabil bleibt, allerdings schrauben viele Unternehmen ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate leicht herunter – zum einen aus saisonalen Gründen (zum Beispiel die Bauwirtschaft), zum anderen auch, weil Staatsgelder im Zuge der Flüchtlingsmigration nicht mehr in dem Umfang fließen wie bislang.

Und sorgenfrei sind die Firmenchefs trotz brummender Umsätze ohnehin nicht. Die instabile Weltlage berge auch durch schwankende Rohstoffpreise Unsicherheiten, hieß es am Donnerstag, ebenso nerven bürokratische Hürden, die demografische Entwicklung und eine recht zurückhaltende Neigung, zu investieren. Auch drohende Dieselfahrverbote heben die Laune naturgemäß nicht.

Als größtes Geschäftsrisiko allerdings mendelte sich bei den Befragten der Mangel an Fachkräften heraus. Jede zweite der 450 befragten Firmen in nahezu allen Wirtschaftsbereichen gab an, dass die Besetzung offener Stellen aktuell längerfristig (mehr als 2 Monate) unmöglich sei. Ihr Anteil verdoppelte sich damit gegenüber dem Herbst 2014. In den meisten Fällen führe dieser Zustand zur Mehrbelastung vorhandener Belegschaften.

Trotzdem sehen viele Betriebschefs auch in den nächsten Monaten Chancen. Sie hoffen auf Investitionen aus Wirtschaft und öffentlicher Hand, auf den Ausbau von Digitalisierung und in Online-Geschäften, auf ein reges Baugeschehen und neue Abnehmer im In- und Ausland. Die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland halten weiterhin viele für wichtig, um weggebrochene Felder wieder besetzen zu können.

Vor allem in der Landeshauptstadt läuft es gut: Hier schätzen 95 Prozent der befragten Firmen Aufträge und Umsätze als gut oder befriedigend ein. Insbesondere Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungsgewerbe sehen sich hier wieder im Aufwind, was wiederum die Lage im Verkehrsgewerbe stabilisiert hat, so die IHK. Die Urteile der Tourismuswirtschaft schwanken erneut zwischen gut und befriedigend.

Von Barbara Stock

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