Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Kommunalisierung verzögert sich - Protest am Konservatorium

Musikschule Kommunalisierung verzögert sich - Protest am Konservatorium

Mit einer Protestaktion wollen freie Lehrkräfte des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden (HSKD) am Montag auf eine „unerträgliche Situation“ rund um ihre Honorierung aufmerksam machen. Sie hoffen dabei auch auf Unterstützung von Eltern und Schülern. Die Kommunalisierung der Musikschule verzögert sich.

Voriger Artikel
Nachträgliche Bescherung am Förderzentrum „Albert Schweitzer“ in Dresden
Nächster Artikel
Friedenslauf für Aleppo verlässt Dresden mit 150 Teilnehmern

 
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Mit einer Protestaktion wollen freie Lehrkräfte des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden (HSKD) am Montag auf eine „unerträgliche Situation“ rund um ihre Honorierung aufmerksam machen. Das kündigte die Vertretung der Honorarkräfte an, die dabei auch auf Unterstützung von Eltern und Schülern hofft. Unterdessen ist klar, dass sich die Kommunalisierung der Musikschule verzögern wird.

Das HSKD wird derzeit von einem Verein betrieben. Im September hatte der Stadtrat beschlossen, mit einem geordneten Betriebs- und Personalübergang den Schulbetrieb bis spätestens Schuljahresbeginn 2017/2018 in die Trägerschaft der Stadt zu überführen. Der OB sollte dem Stadtrat bis spätestens 1. Januar 2017 eine Eigenbetriebssatzung vorlegen.

 Daraus wird jedoch nichts. Das geht aus einem Schreiben von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) an die Stadträte hervor. Demnach strebe die Verwaltung „eine Gesamtentscheidung zu der organisatorischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Gestaltung“ des geplanten Eigentriebs an. Da dieses Entscheidung Einfluss auf die Satzung habe, sollte diese nicht in einem losgelösten Verfahren vom Stadtrat beschlossen werden. Klepsch und Hilbert kündigen an, die Stadtratsvorlage einschließlich Eigenbetriebssatzung bis 30. Juni 2017 vorzulegen, damit der Stadtrat nach der Sommerpause darüber entscheiden kann. Da sowohl bei der Landeshauptstadt als auch beim Konservatorium das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr entspreche, soll der Eigenbetrieb daher erst zum 1. Januar 2018 eingerichtet werden. Mit einem Rumpfgeschäftsjahr entstünden zusätzlicher administrativer Aufwand und Kosten für zusätzliche Prüfleistungen zum Schuljahreswechsel.

Im Dezember hatte der Stadtrat höhere Zuschüsse für das Konservatorium beschlossen und damit auch die Erhöhung der Honorare für die freien Lehrkräfte von durchschnittlich 21 Euro auf 25 Euro angestrebt. Nach Ansicht der Interessenvertretung der Honorarkräfte scheint aber auch daraus nichts zu werden.

Nach den Angaben von Kristin Unglaube von der Vertretung der Honorarkräfte des HSKD lasse sich bislang nur eine durchschnittliche Honorar-Erhöhung von 95 Cent pro Unterrichtsstunde erkennen. In den neuen Verträgen fänden sich Erhöhungen von 0 bis 1,50 Euro, in Einzelfällen von 2 oder 3 Euro wieder, von einer durchschnittliche Anhebung um 4 Euro könne keine Rede sein. Außerdem sei auch die Beschlusslage des Stadtrats widersprüchlich, während es in den Haushaltsverhandlungen bei der Zuschusserhöhung für das HSKD um rund 800 000 Euro geheißen habe, davon seien 300 000 Euro für höhere Honorare der freien Lehrkräfte gedacht, stünden im ebenfalls vom Stadtrat beschlossenen Wirtschaftsplan nur 90 000 Euro für höhere Honorare drin. Aufgrund der unklaren Situation zur Honorarerhöhung hätten etwa 80 der rund 190 freien Lehrkräfte die neuen Verträge noch nicht unterschrieben und könnten nun auch keinen Unterricht geben. „Davon wären hunderte Kinder betroffen“, befürchtet Unglaube. Deshalb soll am Montag zwischen 15.30 und 16.30 Uhr auf dem Platz vor der Hauptstelle des HSKD auf der Glacisstraße 30/32 mit einer Kundgebung von Honorarlehrkräften gegen die „massenhafte Aufkündigung von Lehrer-und Schülerverhältnissen“ am Schütz-Konservatorium protestiert werden. Dass dies bedenklich wäre, zeigte schon eine Petition im Oktober, mit der sich Dresdner für die Honorarkräfte einsetzten. Damals hieß es: Ein Lehrerwechsel aufgrund nicht verlängerter Verträge wäre für „viele unserer Kinder ein Schock“.

Von Ingolf Pleil

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
12.12.2017 - 13:55 Uhr

Schwarz-gelber "dynamischer Dresscode" für eine spezielle Dynamo-Choreo.

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.