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Auto & Verkehr Königsbrücker Straße bekommt drei neue Plätze

Dresden Königsbrücker Straße bekommt drei neue Plätze

Zum 60. Jahrestag wird es nichts mit der Königsbrücker Straße. 1957 begann man im Rathaus über die Umgestaltung der wichtigen Verbindung in den Norden nachzudenken, gebaut wird frühestens Ende 2019, wie Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhart Koettnitz vorrechnet. Wobei der Baubeginn 62 Jahre nach ersten Planungen immer noch etwas optimistisch ist.

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An der Schauburg wollen sich die Stadtplaner für mehr Aufenthaltsqualität einsetzen, auch wenn die Straße an dieser Stelle breiter wird.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Zum 60. Jahrestag wird es nichts mit der Königsbrücker Straße. 1957 begann man im Rathaus über die Umgestaltung der wichtigen Verbindung in den Norden nachzudenken, gebaut wird frühestens Ende 2019, wie Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhart Koettnitz vorrechnet. Wobei der Baubeginn 62 Jahre nach ersten Planungen immer noch etwas optimistisch ist. Derzeit werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zusammengestellt. Ein paar Wochen werde das noch dauern, sagt Koettnitz. Sollte die Landesdirektion Sachsen keine Einwende gegen das Konvolut aus Untersuchungen und Planungen haben, ist Ende 2017 der formelle Start des obligatorischen Planfeststellungsverfahrens. Das Verfahren werde wenigstens eineinhalb Jahre dauern, zumal es „eine Menge Einwendungen geben“ wird, wie Koettnitz sagt. Es schließen sich ein halbes Jahr für die Ausführungsplanung und ein weiteres halbes Jahr für die Ausschreibung an. Ein Baustart 2020 oder später scheint wahrscheinlich.

Das ist nur eine der Erkenntnisse der Bürgerwerkstatt, zu der die Stadtverwaltung Montagabend in die St. Pauli-Kirchruine geladen hatte. Dort sollte es um die Platzgestaltung entlang der Königsbrücker Straße gehen. Das Thema bezeichnet eine weitere Erkenntnis: Die „Königsbrücker“ hat zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee Plätze. Zumindest nach dem Willen der Stadtplaner und der beauftragten Landschaftsarchitektin Inga Hahn vom Berliner Büro „Hahn Hertling von Hantelmann“. Drei Plätze haben sie ausgemacht: Vor der Schauburg, entlang der Scheunenhofstraße, einer kleinen Nebenstraße, die parallel zur Königsbrücker Straße verlaufend heute vor allem durch teils chaotisches Parken und einen Containerplatz gekennzeichnet ist, und an der Post. Die letzten beiden Plätze laufen unter den Arbeitstiteln Eschenplatz und Louisenplatz. Laut Baubürgermeister zeichnen sich alle drei Abschnitte der Königsbrücker Straße durch eine höhere Geschäftsdichte und ein höheres Fußgängeraufkommen aus. Um diese zu bewahren, will die Stadt an den Aufweitungen Willen zur Gestaltung zeigen, was unter den Anwesenden durchaus Zustimmung fand.

Für die Königsbrücker bedeutet das, dass sie den einstigen Allee-Charakter, der allerdings schon jetzt in dem Abschnitt nicht wirklich zu erkennen ist, verlieren wird. Zwar wird auf der Ostseite der Straße die Baumreihe – es wird an eine Bepflanzung mit Ulmen gedacht – in die Flucht der Parkbuchten gerückt, um eine klare Linie zu erhalten. „Sie ist allerdings so unterbrochen von technischen Anlagen wie den Lichtsignalanlagen an den Knotenpunkten, dass sich nicht von einer Baumachse sprechen lässt“, sagt Landschaftsarchitektin Hahn. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite durchbrechen die Plätze die Reihe zusätzlich, dort ist auch eine abweichende Bepflanzung vorgesehen, wobei das noch Gegenstand von Diskussionen ist. Klar ist, dass die Beleuchtung über den Fahrbahnen an Seilen angebracht sein soll, die an den Fahrleitungsmasten der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) angebracht sind. Teils werden aber auch eigene Masten nötig.

Entlang der Straße macht das in Abschnitten eine eigene Beleuchtung für die Gehwege nötig, was von den meisten Anwesenden als angenehm empfunden wurde. Abgelehnt wird dagegen die Idee, an der Post und an der Scheunenhofstraße, die verkehrsberuhigter Bereich werden soll, Spielgeräte aufzustellen. Die vielbefahrene Königsbrücker Straße sei für spielende Kinder zu gefährlich. Diskutiert wurde ferner über Details, etwa bestimmte Zufahrten und sehr lebhaft auch über die Frage, welches Klientel man durch Sitzgelegenheiten an den Plätzen anzieht. Umstritten aber bereits beschlossen ist, dass etwa ein Drittel der Parkplätze in dem Abschnitt wegfällt. Außerdem werden 72 Bäume gefällt und dafür 133 neue gepflanzt.

Von Uwe Hofmann

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