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Auto & Verkehr Königsbrücker Straße: Stadt will 2019 losbauen

Details sind noch offen Königsbrücker Straße: Stadt will 2019 losbauen

Laut Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) hat die Verwaltung in den vergangenen Monaten viele Detailfragen geklärt, einige seien aber noch offen. Man hoffe aber auf einen zugigen Fortschritt, da man so schnell wie möglich das Planfeststellungsverfahren beantragen möchte, um 2019 noch losbauen zu können.

Die Königsbrücker Straße muss dringend saniert werden.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Knapp ein Jahr ist es her, dass die Rot-Grün-Rote Stadtratsmehrheit endlich eine verbindliche Ausbauvariante für die Königsbrücker Straße beschlossen hat. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) präsentierte die aktuellen Planungen dazu am Montagabend etwa 120 Bürgern in der Neustadt. Es gab dabei von Seiten der Anwohner sowohl Lob als auch Kritik zu den Vorstellungen der Verwaltung.

Laut dem Baubürgermeister habe die Verwaltung in den vergangenen Monaten schon viele Detailfragen geklärt, einige seien aber noch offen. Man hoffe aber auf einen zugigen Fortschritt, da man so schnell wie möglich das Planfeststellungsverfahren beantragen möchte, um 2019 noch losbauen zu können, so Schmidt-Lamontain. Vor allem Radverkehrswege, Masten für Strom und Licht sowie allgemeine Gestaltungsfragen seien noch zu klären.

Fest stehen dagegen die wegfallende Linksabbiegerspur von der Königsbrücker Straße in den Bischofsweg stadtauswärts und der angehobene Gleiskörper zwischen Albertplatz und Katharinenstraße. Anwohner und Gewerbetreibende sehen die Maßnahmen kritisch, weil es durch das unbefahrbare Gleisbett zu Einschränkungen bei der Anlieferungen durch LKW führen könnte. Zudem würden die neuen Linksabbiegerregelungen zu massivem Verkehrsaufkommen im Hechtviertel führen.

Der ADFC hingegen lobte die Pläne der Verwaltung. Zukünftig soll die Königsbrücker umfassend für den Radverkehr ausgebaut werden. „Wir hoffen, dass es aber auch so umgesetzt wird“, sagte Dresdens ADFC-Chef Nils Larsen. Lediglich der Übergang von der Königsbrücker auf den Albertplatz wurde von einigen Bürgern noch kritisiert, sei aber laut Baubürgermeister noch nicht abschließend festgelegt. Im gesamten Sanierungsbereich werden auch über 50 Parkplätze wegfallen, was ebenfalls vielen Anwohnern nicht gefällt, aber laut Koettnitz „unumgänglicher Kompromiss“ sei. So sollen beispielsweise die Baumreihen größtenteils in der Parkflucht aufgestellt werden.

Noch ungeklärt und derzeit auch „ungünstig“ in den Überlegungen geplant sei zudem die unterirdische Gleichrichtungsanlage der DVB zwischen Schwepnitzer Straße und Eschenstraße, erklärte Koettnitz. Das würde die Vorplatzgestaltung erheblich beeinträchtigen. Deshalb habe die Verwaltung den DVB den Auftrag gegeben, eine Verlegung dieser Anlage auf den Bischofsplatz zu prüfen.

CDU-Stadtrat Gunter Thiele kritisierte hingegen generell die Ausrichtung der beschlossenen Variante. So seien Autofahrer künftig extrem benachteiligt, während alle Planungen zu Gunsten der DVB ausfallen würden. Sowohl Koettnitz als auch Schmidt-Lamontain gaben aber zu verstehen, dass der öffentliche Nahverkehr besonders in diesem Bereich der Stadt eine sehr wichtige Rolle spiele.

Von Sebastian Burkhardt

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