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Lokales Königsbrücker Straße: Entscheidung kommt im Sommer
Dresden Lokales Königsbrücker Straße: Entscheidung kommt im Sommer
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10:35 23.04.2016
Auch nach Jahren wird noch heftig über den Ausbau der Königsbrücker diskutiert. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Königsbrücker Straße im Herzen der Neustadt gehört zu den größten Brennpunkten der Landeshauptstadt. Seit gut 20 Jahren ist eine Sanierung geplant, konnte aber wegen diverser Diskussionen bisher nicht umgesetzt werden. Die vierspurige Variante 7 mit einer Mindestfahrbahnbreite von 17,50 Metern, die 2014 vom alten schwarz-gelben Stadtrat beschlossen wurde, hat Rot-Grün-Rot nach seinem Wahlsieg wieder aufgehoben. Die Stadt prüft nach neuen Planungen nun drei mögliche Varianten.

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat am Donnerstagabend zur Diskussion der drei Sanierungsvarianten für die Königsbrücker Straße in die Schauburg geladen. Mit der Podiumsdiskussion wurde der öffentliche Diskurs für die drei Varianten eröffnet. Es diskutierten der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, Reinhard Koettnitz, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Johannes Lichdi, Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (Linken-Fraktion) von der Bürgerinitiative „Königsbrücker muss leben!“ sowie Vertreter vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) und den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Die Verwaltung hat drei Sanierungsvarianten für die Könisgsbrücker geprüft, darunter eine Vierspur- sowie zwei Zweispurvarianten. Im Mai wird es eine Bürgerversammlung zu diesem Thema geben – noch im Sommer will der Stadtrat eine endgültige Entscheidung fällen.

Die Variante 8.4 ist durchgängig zweispurig und mit einer Breite von 10,50 bis 12,50 Meter außerhalb der Haltestellen nur geringfügig breiter als sie momentan ist. Die Straßenbahn hätte hier kein eigenes Gleisbett. Der Plan sieht dafür aber durchgehende Radwege vor. Die vom ADFC deutlich bevorzugte Variante beachte laut Olaf Matthies vom ADFC Dresden am deutlichsten die städtebaulichen Aspekte und „betrachte die Königsbrücker nicht nur als Straße, sondern auch als Lebenswohnort.“

Die größte Zustimmung fand am Donnerstag bei allen beteiligten die Variante 8.7. „Die Kompromissvariante“ ähnelt zwischen Louisenstraße der zweispurigen Variante 8.4. Nördlich des Bischofsweges wird die Fahrbahn dann wie bei Variante 7 laut Plan vierspurig. Die Straßenbahnhaltestelle der Linien 7 und 8 sollen laut Planung Richtung Süden direkt vor die Schauburg verlegt werden. Stadteinwärts ist eine extra Rechtsabbiegespur am Bischofsweg geplant, die Straßenbahn würde an diesem Punkt somit nicht mehr von wartenden Autos behindert. Linksabbiegen wird es an dieser Kreuzung dann nicht mehr geben.

Seit dem Bau der Waldschlösschenbrücke sei der Verkehr auf der Königsbrücker Straße deutlich entlastet. Vor allem im Abschnitt von der Louisenstraße bis zur Katharinenstraße sei das deutlich zu merken. Fuhren in der 1990er Jahren noch mehr als 20 000 Autos täglich, sind es in diesem Jahr laut einer Verkehrszählung der Bürgerinitiative nur noch 12 000 bis 15 000. „Mit diesem Ergebnis sollte die vierspurige Variante 7 jetzt endgültig aus dem Rennen sein, da kein einziges Argument mehr für sie existiert“, sagt Sprecher der Bürgerinitiative Martin Schulte-Wissermann. Die öffentliche Diskussion solle sich seiner Ansicht nach auf die Varinaten 8.4 sowie 8.7 konzentrieren.

Die Bürgerversammlung ist nach aktuellem Stand für den 19. Mai geplant.

Juliane Weigt

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