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Klausis Singles waren nur Köder

Notorischer Betrüger muss in Haft Klausis Singles waren nur Köder

Klaus T. feierte am Montag Jubiläum. Der 51-Jährige stand zum 20. Mal vor Gericht – mit einer ganz miesen Masche.

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Symbolfoto

Quelle: dpa

Dresden. Klaus T. feierte am Montag Jubiläum. Der 51-Jährige stand zum 20. Mal vor Gericht. Meist ging es um die selben Vorwürfe: Betrug, Urkundenfälschung, Untreue, Diebstahl. Viele Jahre seines Lebens hat der Mann im Gefängnis verbracht, aber er kann es einfach nicht lassen. Am 22. August vergangenen Jahres wurde er aus dem Gefängnis in Augsburg entlassen – vier Tage später beging er wieder eine Straftat, diesmal in Dresden.

Der gebürtige Bayer hatte sich – obwohl er noch nie in Sachsens Landeshauptstadt war – ganz spontan und blitzschnell entschlossen, hier seinen Wohnsitz zu nehmen. „Ich hatte einiges über Dresden gelesen. Es ist eine schöne Stadt und ich dachte, probierst du hier etwas Neues.“

So neu war allerdings nicht, was Klaus T. hier trieb; wegen ähnlicher Geschichten war er in Bayern schon verurteilt worden. Er war auch kaum wegen der schönen Stadt hergekommen, sondern weil er in Bayern wohl schon zu bekannt war. Allerdings wird er jetzt eine Weile hierbleiben – zumindest ein Jahr und neun Monate. Diese Freiheitsstrafe bekam er vom Amtsgericht aufgebrummt.

Der Angeklagte hatte sich eine fiese Nummer ausgedacht, um einsame Herzen um ihr Geld zu prellen. „Klausis Singelclub nun auch in Dresden“ stand in einem Inserat am 26. August in einer Dresdner Tageszeitung – gerade mal vier Tage nach seiner Haftentlassung in Augsburg. Klaus T. bot Interessierten die Vermittlung von Partnern für wenig Geld an. 75 Euro verlangte er für ein Jahresabonnement. Das ist wirklich preiswert, sonst ist man da mit mehreren Hundert Euro dabei. Allerdings hatte er gar niemanden, den er hätte vermitteln können.

Dem 51-Jährigen ging es auch gar nicht darum, nicht einmal vordringlich um die 75 Euro, sondern um die Kontodaten und Bankverbindungen, die er durch das Jahresabo erhielt. Mit den Daten füllte er Überweisungsaufträge aus, fälschte die Unterschriften und reichte diese bei der Sparkasse ein. Das Geld sollte auf sein Konto überwiesen werden. Manchmal funktionierte es – manchmal nicht. Glücklicherweise waren es nur zwei Damen, die sich auf sein Inserat gemeldet hatten, bevor die Sache aufflog – so hielt sich der Schaden in Grenzen.

Klaus T. – man merkt ihm seine Gerichtserfahrenheit an – räumte brav alles ein und versäumte nichts, um sich beim Gericht in ein günstiges Licht zu setzten. Es hat ihm nichts geholfen. Bei den massiven Vorstrafen und dieser enormen Rückfallgeschwindigkeit war eine Bewährung einfach nicht drin.

Von Monika Löffler

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