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Klares Signal für Globus in Dresden

Unternehmen sieht sich von Stadtratsbeschluss bestärkt Klares Signal für Globus in Dresden

Böses Erwachen bei SPD und Grünen: Der Stadtrat war nicht bereit, die Pläne für einen Globus-Markt auf dem Alten Leipziger Bahnhof zu den Akten zu legen. Das Einzelhandelsunternehmen sieht sich bestärkt, die „Allianz für Dresden“ kritisiert insbesondere die Linken.

Es bröckelt vor sich hin: Der Alte Leipziger Bahnhof ist in einem jämmerlichen Zustand.

Quelle: Martin Förster

Dresden. Das Einzelhandelsunternehmen Globus hat den Stadtratsbeschluss zum Alten Leipziger Bahnhof als „klares Zeichen für Globus in Dresden und für den Standort Leipziger Bahnhof“ bezeichnet. Enrico Wilde, Bereichsleiter Standortplanung bei Globus, erklärte auf Anfrage der DNN: „Wir haben gegenüber der Stadt deutlich gemacht, dass uns kein zum Leipziger Bahnhof adäquater Standort bekannt ist und wir an den bereits finalisierten Planungen für die Revitalisierung des Geländes bis auf weiteres festhalten werden.“

Der Stadtrat hatte dem Ansinnen von SPD und Grünen, den Aufstellungsbeschluss für Globus aufzuheben, eine Absage erteilt. Ausschlaggebend waren die Linken, die sich mit großer Mehrheit enthalten hatten. Lediglich Fraktionsmitglied Martin Schulte-Wissermann (Piraten) stimmte für die Aufhebung. Gleichzeitig beauftragte der Stadtrat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) mit den Stimmen der rot-grün-roten Mehrheit, nach einem Ausweichstandort für Globus zu suchen.

„Wir haben der Stadt signalisiert, dass wir offen für Vorschläge sind und mögliche alternative Standorte auf Basis unserer Standort-Kriterien prüfen werden. Die Suche soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein“, so Wilde. Die Stadt habe wiederholt festgestellt, dass das Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs nicht für den Wohnungsbau geeignet sei. „Eine neue Verwendung ist an den Eigentümer, sprich Globus, gebunden“, so Wilde.

Die „Allianz für Dresden“, die sich eine Verhinderung des Globus-Vorhabens auf die Fahnen geschrieben hat, äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung des Stadtrats. „Mit ihrem unerklärbaren politischen Auftreten stiehlt sich die Linke aus der Verantwortung“, sagte Uwe Sochor, Gründer des Bündnisses. „Die Enthaltung kommt einer Befürwortung der Expansion großflächigen Handels gleich.“ Es sei konfus, wenn die Verwaltung auf der einen Seite weiter für den Globus-Markt am Alten Leipziger Bahnhof planen müsse, auf der anderen Seite aber nach einem Alternativstandort suchen solle.

Schulte-Wissermann kritisierte seine Fraktion: „Das linke Wahlprogramm spricht sich gegen die Ansiedlung solcher Großprojekte wie Globus aus. Das Abstimmungsergebnis spiegelt das Wahlprogramm in keiner Weise wider“, findet er. Nicht nur ihm, sondern auch vielen anderen Dresdnern sei es schleierhaft, wie ein derartiger Stimmungsumschwung der Linken, die 2014 Globus noch abgelehnt hätten, zustande komme, so der Pirat.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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