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Kitas für Dresdner Eltern besonders teuer

Kinderbetreuung in 20 Großstädten verglichen Kitas für Dresdner Eltern besonders teuer

Für Eltern, die ihre lieben Kleinen im Kindergarten, in der Krippe oder bei einer Tagesmutter betreuen lassen, ist Dresden ein besonders kostspieliges Pflaster: In einem Gebühren-Vergleich des Internetportals netzsieger.de unter den 20 größten deutschen Kommunen schneidet die sächsische Landeshauptstadt als einer der teuersten Orte überhaupt ab.

 
 

Dresden.  Für Eltern, die ihre lieben Kleinen im Kindergarten, in der Krippe oder bei einer Tagesmutter betreuen lassen, ist Dresden ein besonders kostspieliges Pflaster: In einem Gebühren-Vergleich des Internetportals netzsieger.de unter den 20 größten deutschen Kommunen schneidet die sächsische Landeshauptstadt als einer der teuersten Orte überhaupt ab.

Legt man eine Familie mit 2000 Euro Haushaltseinkommen zugrunde, die ein Kind neun Stunden täglich in einem Kindergarten betreuen lassen will, kam Dresden in diesem Vergleich auf dem eher unschönen Platz 1 der teuersten deutschen Großstädte in punkto Kita-Elternbeiträge. Auf den Folgenplätzen landeten die etwa gleichgroßen Kommunen Leipzig, Stuttgart und Nürnberg.

„Die Betreuungskosten in Kitas unterscheiden sich in Deutschlands Großstädten zum Teil dramatisch“, betonten die Vergleichstester von netzsieger.de. „Jede Kommune hat eine ganz eigene Idee zur Preisgestaltung.“ So verlangt – das allerdings hochverschuldete – Berlin gar keine Kita-Gebühren von Eltern. Auch Städte wie Düsseldorf und Münster haben teils ähnlich familienfreundliche Regelungen.

„Das Online-Portal hat Beträge nebeneinander gestellt, die sich in dieser Form nicht vergleichen lassen“, kritisierte allerdings in einer ersten Reaktion der Dresdner Kita-Eigenbetriebs-Sprecher Marco Fiedler. Beispielsweise habe das Portal „die sehr wohl in Leipzig und Dresden vorhandenen Vergünstigungen aus sozialen Gesichtspunkten komplett ausgeblendet.“ So müssen zum Beispiel Alleinerziehende hier zehn Prozent weniger Beiträge als Normalzahler entrichten. Dies betrifft dezeit 13 Prozent aller betreuten Kinder. Und für jedes fünfte betreute Kind müssen die Eltern gar keine Beiträge zahlen, weil sie als zu arm gelten. Unterm Strich verzichte die Landeshauptstadt durch all diese Ermäßigungen auf rund 35 Prozent der sonst fälligen Elternbeiträge – in Summe waren das 2016 rund 24,5 Millionen Euro, so Fiedler.

Zudem ist zu bedenken: Im Mittelfeld landen in solchen Vergleichstests oft Städte, die ihre Kitas innerhalb ihrer Rathaus-Kernverwaltung organisieren. Denn dadurch gehen viele Kindergarten-Nebenkosten quasi „unsichtbar" im großen Betriebskosten-Etat des Rathauses auf und werden häufig nicht mit auf die Eltern umgelegt.

In Dresden hingegen sind die Kitas in einem städtischen Eigenbetrieb organisiert, der auch alle sonst versteckten Nebenkosten in seine Betriebskosten-Abrechnung einpreisen muss.

Von DNN

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