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Lokales Kita-Warnstreik am Donnerstag: Zehn Dresdner Kitas bieten Notbetreuung an
Dresden Lokales Kita-Warnstreik am Donnerstag: Zehn Dresdner Kitas bieten Notbetreuung an
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23:51 09.09.2015
Quelle: dpa
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di) zu einem Warnstreik aufgerufen. Welche Kindertageseinrichtungen im Einzelnen von den Arbeitskampfmaßnahmen betroffen sein werden, sei allerdings noch nicht bekannt.

Je nach Beteiligung der Mitarbeiter am Warnstreik könne erst am Donnertag vor Ort in den Kitas entschieden werden, ob die Einrichtung teilweise oder komplett geschlossen bleiben muss. Gegebenenfalls kann es auch zu Einschränkungen bei den Öffnungszeiten kommen. Die Stadt empfiehlt allen betroffenen Eltern, vorsorglich eine alternative Betreuung zu organisieren.

Die Gewerkschaften und die Stadt haben sich auf eine Notbetreuung in zehn Kindertageseinrichtungen verständigt. Dabei wurde je Ortsamt eine Kita festgelegt.

Ortsamt Altstadt: Kita FRIEDolin“ und „LISA“ Friedrichstraße 34/34a

Ortsamt Neustadt: Kita „Neustädter Entdeckerhaus“, Johann-Meyer-Straße 21

Ortsamt Pieschen: Kita „Sonnenschein“, Weinböhlaer Straße 12

Ortsamt Klotzsche: Kita „An den Ruschewiesen“, An den Ruschewiesen 4

Ortsamt Loschwitz: Kita Winzerstraße 2

Ortsamt Blasewitz: Kita Paul-Gerhardt-Straße 21

Ortsamt Leuben: Kita „Löwenzahn“, Laibacher Straße 25

Ortsamt Prohlis: Kita Berzdorfer Straße 39

Ortsamt Plauen: Kita „Bunte Kinderwelt“, Bergstraße 6

Ortsamt Cotta: Kita „Briesnitzer Spatzenvilla“, Roquettestraße 59

Alle genannten Kitas sind am Donnerstag, unabhängig von ihrer sonstigen Öffnungszeit, von 6 bis 18 Uhr geöffnet. Eigenständige heilpädagogische Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Ganztagesbetreuung werden den Dienstbetrieb im Bedarfsfall wahrnehmen. Am Donnerstag wird der Eigenbetrieb ab 6:15 Uhr im Internet unter www.dresden.de/kitas-streik über die Öffnung der städtischen Kitas informieren.

Die Informationen werden viertelstündlich aktualisiert. Zusätzlich richtet der Eigenbetrieb eine Telefonhotline ein, unter der den Eltern ab 6 Uhr ihre Fragen zu allen bestreikten Einrichtungen beantwortet werden. Die Hotline ist unter folgenden Rufnummern erreichbar: (03 51) 4 88 51 01, (03 51) 4 88 51 17 und (03 51) 4 88 50 41.

Verdi- Landesbezirksfachbereichsleiterin Manuela Schmidt hofft am Donnerstag auf eine rege Beteilung der Erzieher. „Wir rechnen mit etwa 600 bis 700 von rund 2600 Dresdner Kollegen, die sich beteiligen“, so die Verdi-Sprecherin. Verdi verwies aber darauf, dass die Eltern bereits vor drei Woche das erste Mal über den Stand der Tarifverhandlungen und einen möglichen Arbeitskampf der Erzieher informiert wurden. Eine zweite Streikankündigung sei am Montag bei den Erziehungsberechtigten angekommen. Zum Streik aufgerufen sind am Donnerstag nur die kommunalen Kitas, so Verdi-Landesbezirksfachbereichsleiterin Manuela Schmidt. Erzieher, die bei Einrichtungen freier Träger arbeiten, dürfen formal nicht zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen werden, betonte die Verdi-Sprecherin.

„Unser Ziel ist aber ganz klar, dass auch die Gehälter der Mitarbeiter freier Träger an das Niveau im öffentlichen Dienst angepasst werden“, so Schmidt. Die Gewerkschaften fordern in den derzeitigen Tarifverhandlungen für die Erzieher und Sozialarbeiter eine bessere Eingruppierung. Die jetzige sei über 24 Jahre alt, sagte Verdi-Sprecherin Ute Fölsche. „Seitdem sind die Anforderungen an die Mitarbeiter deutlich gestiegen.“ Mit einer besseren Eingruppierung bekämen die Angestellten rund zehn Prozent mehr Gehalt. „Noch aber liegt uns kein vernünftiges Angebot vor“, sagte Fölsche. Die Verhandlungen gehen am 9. April in die nächste Runde.

Julia Vollmer

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