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Lokales Kita-Neubau in Dresden-Langebrück verzögert sich erheblich
Dresden Lokales Kita-Neubau in Dresden-Langebrück verzögert sich erheblich
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17:10 10.11.2018
Der Kita-Neubau in Langebrück an der Friedrich-Wolf-Straße verzögert sich. Quelle: DNN
Dresden

Es war ein zäher Kampf: Schon 2016 hatten die Eltern in Langebrück auf den drohenden Mangel an Hortplätzen hingewiesen. In der Schule wurden Räume für Unterricht und Hort genutzt, die Verhältnisse waren beengt. Von der Verwaltung sahen sie sich jedoch vertröstet. Erst im Dezember 2017 standen tatsächlich die Erweiterungscontainer für die Grundschule.

Im April 2016 war den Eltern in Langebrück mitgeteilt, dass ein neues Kinderzentrum errichtet wird. Dort sollen die Kinder der Kinder-Einrichtungen an der Jakob-Weinheimer-Straße und Bruhmstraße in Langebrück eine neue Bleibe finden, die Platzzahl soll steigen. In Langebrück nehmen seit Jahren die Kinderzahlen zu und sorgen für Kapazitätsprobleme an Grundschule und Hort. „Die Eltern und der Ortschaftsrat haben sich vehement dafür eingesetzt, dass es eine schnellere Lösung als das Kinderzentrum gibt“, erinnert sich Silvana Wendt, die seinerzeit Hortelternsprecherin war. Für das neue Kinderzentrum seien auch vier Horträume geplant. Es sollte Ende 2018 fertig sein.

Eltern froh über ihre Hartnäckigkeit

Das Schulverwaltungsamt habe immer wieder versucht, die Eltern der Grundschule zu vertrösten und das Platzproblem mit dem Kinderzentrum zu lösen. „Ich bin heilfroh, dass wir uns nicht haben vertrösten lassen, denn dann hätten heute einige Kinder keinen Hortplatz an der Grundschule, nun gibt es aber die mobilen Raumeinheiten“, zeigt sich Wendt erleichtert, dass die Eltern hartnäckig geblieben sind.

Tatsächlich gibt es nun weitere Verzögerungen für den Neubau des Kinderzentrums. Nach den Angaben der Stadt von 2017 sollte der Bau damals im April beginnen, reichlich 5,3 Millionen Euro kosten und bis zum 1. Februar 2019 in Betrieb gehen. Mit dem Neubau entsteht Platz für insgesamt 249 Kinder, 45 in der Krippe, 92 im Kindergarten und 112 im Hort. Ersetzt werden damit 108 Kita-Plätze in den bisherigen Einrichtungen.

Neue Probleme mit Vergabe

Doch in dem Projekt steckte der Wurm. Der bisherige Auftragnehmer hatte mit dem Neubau des Gebäudes begonnen und wurde wegen Insolvenzanmeldung gekündigt. Er hatte mit Tiefbauarbeiten und Vorbereitungen des Fundaments begonnen. Momentan werden von einer anderen Firma Erschließungsarbeiten für den Neubau durchgeführt. Im Wirtschaftsförderungsausschuss der Stadt ist die neue Vergabe zwar beschlossen worden, aber der Auftrag kann nicht ausgelöst werden, weil ein Einspruch vorliegt. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) erklärte auf Anfrage, „wird dem Einspruch im Vergabeverfahren nicht stattgegeben, sollen nach Zuschlagserteilung die Arbeiten im Dezember fortgesetzt werden“.

Dabei hatte schon die Ausschreibung des Neubaus wiederholt werden müssen, da alle Angebote überteuert waren, das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung keinen Zuschlag erteilen konnte.

Junge Eltern besonders betroffen

Zu den Hintergründen des Widerspruchs gegen die Vergabe machte die Stadt keine Angaben. „Wir befinden uns uns in einem laufenden Verfahren und können darüber keine Auskünfte geben. Mit einer Entscheidung rechnen wir Mitte November“, erklärte der Baubürgermeister. Nach seinen Angaben ist nun für „Dezember 2019“ mit der Fertigstellung zu rechnen.

„Es ist schade, dass es so schleppend vorangeht“, erklärte die langjährige Elternrätin Maria Klotz auch mit Blick auf die beengten Verhältnisse für die Hortkinder. Vor allem seien aber junge Eltern betroffen, die in den nächsten Monaten einen Kita-Platz benötigen. In Langebrück gehe der Trend eher zu drei und vier Kindern in der Familie und gerade zum Jahresanfang sei es schwierig geeignete Kita-Plätze zu finden.

Von Ingolf Pleil

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