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Lokales Kinderuni Dresden: Professor referiert zum Thema Nase
Dresden Lokales Kinderuni Dresden: Professor referiert zum Thema Nase
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07:02 17.05.2018
Professor Thomas Hummel erklärt die Aufgabe der Riechzellen anhand eines Kopfmodells Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Am Dienstag war es wieder soweit: Die jungen Studenten der Kinderuni strömten in Scharen ins Deutsche Hygienemuseum. Bei der dritten Vorlesung des Semesters ging es um das Sinnesorgan Nase. Thomas Hummel, Leiter des Arbeitsbereiches „Riechen und Schmecken“ am Universitätsklinikum, war als Referent geladen.

„Was meint ihr, warum ist Riechen wichtig?“, fragte der Professor. Die Hände schnellten nach oben. „Man muss riechen können, um zu schmecken“, wusste ein Junge in der ersten Reihe. „Und ob etwas angebrannt ist“, ergänzte ein Mädchen. Hummel war zufrieden, hatte aber noch einen dritten Grund auf Lager: „Auch für unser soziales Verhalten ist die Nase von Bedeutung. Wir suchen uns Partner nämlich zum Teil mit der Nase aus. Denn der Körpergeruch zeigt den Menschen in unserem Umfeld, wer wir sind.“

Im anschließenden Selbsttest erkannten die Kinder, dass ein Bonbon geschmacklos ist, wenn man sich die Nase zuhält. „Auf der Zunge kann zwar Süße von Säure unterschieden werden, doch für das Geschmacksaroma sind die Riechzellen zuständig. Der Duftstoff aktiviert die Zellen, diese schicken dann ein Signal direkt ins Gehirn“, erklärte Hummel anhand eines Kopfmodells. Nicht nur die Nascherei kam bei den Kleinen an, sondern auch die Fakten des Professors: Ob die Eltern etwa gewusst hätten, dass ihre Kinder besser riechen können als sie? Oder dass Mädchen über einen ausgeprägteren Geruchssinn verfügen als Jungs?

Für ein Experiment rief Hummel vier Kinder auf die Bühne und ließ sie an einem Röhrchen riechen. Doch außer „süß“ und „bitter“ fiel den Testern keine Charakterisierung des Geruchs ein. Kurzerhand ließ Hummel noch mehr Kinder schnuppern. Nachdem die Kleinen mit Erdbeere, Kirsche und Himbeere falsch lagen, löste der Referent auf, welche Frucht hinter dem geheimnisvollen Duft steckte – die Ananas. Gemurmel in den hinteren Reihen. „Und das hat keiner gewusst?“, fragte ein verwundertes Mädchen seine Freundin. Der Vortragende schien allerdings wenig überrascht von dem Testresultat: „Einen unbekannten Duft ohne nähere Hintergrundinformationen genau zu erkennen, das kann der Mensch relativ schlecht.“

Doch er kann seinen Riechkolben trainieren: „Wenn Leute regelmäßig an verschiedenen Dingen schnüffeln, verbessert das die Riechfähigkeit“, ließ Hummel seine Zuhörerschaft wissen. Wieder was gelernt. Und, wer weiß, vielleicht offenbart sich nun im Nachhinein das eine oder andere feine Näschen.

Von Junes Semmoudi

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