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Lokales Kesselsdorfer Straße soll Boulevard und vierspurig werden
Dresden Lokales Kesselsdorfer Straße soll Boulevard und vierspurig werden
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13:01 09.11.2018
Der Abschnitt zwischen Wernerstraße und der bereits im Bau befindlichen Zentralhaltestelle soll zu einer Fußgängerzone mit Nahverkehr entwickelt werden. Quelle: Tanja Tröger
Dresden

Kompromiss für den Ausbau der Kesselsdorfer Straße: Der Abschnitt zwischen Wernerstraße und der bereits im Bau befindlichen Zentralhaltestelle soll zu einer Fußgängerzone mit Nahverkehr entwickelt werden. Dafür wird der Abschnitt zwischen Wernerstraße und Rudolf-Renner-Straße vierspurig ausgebaut. Das haben Vertreter der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau beschlossen.

Mehrere Bürgerinitiativen hatten sich für einen verkehrsfreien Abschnitt zwischen Zentralhaltestelle und Wernerstraße ausgesprochen, aber einen dreispurigen Ausbau der Strecke zur Rudolf-Renner-Straße gefordert. Diese Variante ist laut Johannes Lichdi (Bündnis 90/Die Grünen) und Hendrik Stalmann-Fischer SPD nicht genehmigungsfähig, da sie eine denkbar schlechte Verkehrsqualität besitze. So betrage die durchschnittliche Wartezeit an der Ampel 207 Sekunden und die durchschnittliche Rückstaulänge liege bei 276 Metern.

Linke, Grüne und SPD hätten Maßnahmen beschlossen, die die negative Wirkung der Straßenbreite durch Begrünung verringern sollen, erklärten Lichdi und Stalmann-Fischer. Der Ausbau solle so erfolgen, dass eine Fahrspur nachträglich wegfallen könne, wenn sich das Verkehrsaufkommen deutlich verringere. Dafür müssten Teile des Autoverkehrs langfristig auf die Coventrystraße verlegt werden.

Die beschlossene Variante verbinde die Wünsche der Bürger mit den fachlichen Notwendigkeiten, erklärte Stalmann-Fischer. „Das wachsende Löbtau erhält eine eigene kleine Fußgängerzone mit hoher Aufenthaltsqualität. Dies wird der Bedeutung des Stadtteilzentrums gerecht.“ Aber auch die Belange des Öffentlichen Nahverkehrs, des Autoverkehrs und von Fußgängern und Radfahrern würden berücksichtigt.

„Leider konnte der Bereich westlich der Wernerstraße nicht reduziert werden, weil es sonst zu einem Rückstau von Autos und einer Behinderung der Straßenbahnen gekommen wäre“, bedauerte Lichdi. Der Ausschuss habe Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) beauftragt, die weitere Planung des Boulevards in einer Planungswerkstatt mit den Bürgerinnen und Bürgern bis zum 30. April 2019 zu erarbeiten.

Piraten-Stadtrat Martin Schulte-Wissermann (Fraktion die Linke) und Tilo Wirtz (Die Linke) bedauerten, dass der Straßenraum zwischen Wernerstraße und Rudolf-Renner-Straße verbreitert werden soll. „Allerdings konnten wir uns zusammen mit unseren Partnern auf den Erhalt der Möglichkeit für eine schlankere und schönere neue Kesselsdorfer Straße einigen“, so Wirtz.

Der Stadtrat wird auf seiner Sitzung am 22. November über den Ausbau der Kesselsdorfer Straße entscheiden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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