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Lokales Kein Sanierer für Niedersedlitzer Malzfabrik in Sicht
Dresden Lokales Kein Sanierer für Niedersedlitzer Malzfabrik in Sicht
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17:25 09.09.2015
Seit 25 Jahren dümpelt die Niedersedlitzer Malzfabrik vor sich hin. Eine Sanierung ist nicht in Sicht. Quelle: Peter Weckbrodt

Die Treuhandanstalt hatte die Malzfabrik am 30. September 1990 liquidiert. Seit dem Frühjahr 2014 versprachen großflächige, an den Fassaden der Fabrik hängende Werbeträger Denkmalsanierung auf höchstem Niveau und kündigten die Vermietung 2-, 3- und 4-Raumwohnungen an. Die Ventar Immobilien AG soll es richten, das jedenfalls war dem Werbeträger zu entnehmen. Dem Böblinger Unternehmen wurde dies auch zugetraut.

"Wir haben bisher nur beste Erfahrungen mit Ventar sammeln können", stellte der Leubener und Prohliser Ortsamtsleiter Jörg Lämmerhirt fest. "Die von Ventar abgegebenen Versprechungen wurden stets auf einem hohen Niveau erfüllt. Dafür sprechen die Sanierungsobjekte Niedersedlitzer Möbelfabrik und Gasthof Luga. Die Sanierung der Niedersedlitzer Malzfabrik durch Ventar wäre ein Glücksfall für uns."

Doch der schöne Traum ist aus: "Wir können und wollen die Malzfabrik gar nicht sanieren, sind nicht deren Eigentümer", erklärt Uwe Herrmann, der Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens auf eine DNN-Anfrage. Tatsächlicher Eigentümer der Malzfabrik sei die Protim GmbH Dresden, ergänzt er.

Protim-Geschäftsführer Samer Mohamad erklärt, sein Unternehmen verfolge mehrere Möglichkeiten, um der Immobilie eine Perspektive zu geben. Eine bestünde in der baurechtlichen Umwidmung des Grundstücks. Immerhin loteten im Sommer 2014 Studenten der Fakultät Bauingenieurwesen/Architektur der Hochschule für Technik und Wirtschaft die Möglichkeiten einer solchen Umwidmung aus. "Die Studenten kamen zu dem Ergebnis, dass das Grundstück als Mischobjekt von Wohnbebauung und anderweitiger Nutzung sehr gut entwicklungsfähig sei", bewertet Professorin Angela Mensing-de Jong das Ergebnis.

Gegenüber DNN, bestätigt Baubürgermeister Jörg Marx (CDU), "-dass mit Herrn Mohamad erste Gespräche zur Sanierung und Umnutzung der Malzfabrik geführt wurden." Eine Sanierungsmöglichkeit für die Malzfabrik sehe er in den nächsten Jahren keinesfalls, stellte Mohamad klar. Die Werbeträger an den Fassaden sind jetzt verschwunden, ein Rest von Hoffnung auf eine Perspektive für das Gebäude wohl auch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.01.2015

Peter Weckbrodt

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