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Lokales Kein Mensch ohne Obdach – Stadt bietet Unterkünfte
Dresden Lokales Kein Mensch ohne Obdach – Stadt bietet Unterkünfte
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14:40 23.11.2018
Im Winter müssen Menschen, die keine Wohnung haben und auf der Straße leben, nicht im Freien übernachten. Quelle: dpa
Dresden

Wenn sich das Thermometer Richtung Gefrierpunkt bewegt, brechen für Menschen ohne eigene Wohnung die härtesten Monate des Jahres an. Sie können es sich nicht mit Kuscheldecke und heißem Getränk im warmen Wohnzimmer gemütlich machen, sondern müssen Tag für Tag Orte finden, an denen sie die kalte Zeit überstehen. Deshalb erklärte Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann (Die Linke) angesichts der aktuell niedrigen Temperaturen: „Kein Mensch in unserer Stadt muss ohne Obdach sein“.

Sie verweist auf die städtischen Schlafplätze. Für Wohnungslose stehen in Dresden bis zu 352 Schlafgelegenheiten zur Verfügung, 46 Plätze in so genannten Gewährleistungswohnungen. Sieben Übergangswohnheime bieten insgesamt 296 Plätze. Hinzu kommen zehn Notfallschlafplätze in der kalten Jahreszeit. Sie ergänzen als kurzfristige Übernachtungsmöglichkeit von 22 bis 7 Uhr die reguläre Unterbringung in Wohnheimen und Wohnungen. Die Stadt bietet damit Schutz vor Unterkühlung und der Gefahr vor dem Erfrieren. Neben einem sicheren Dach über dem Kopf finden Wohnungslose in den städtischen Wohnheimen außerdem eine niedrigschwellige soziale Betreuung.

Sozialamt vermittelt Plätze

Die Schlafplätze werden durch das Sozialamt vermittelt. Die Behörde hat ihren Sitz an der Junghansstraße 2 in Striesen. Die Mitarbeiter sind dienstags und donnerstags jeweils von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr persönlich erreichbar. Anrufe werden unter der Telefonnummer (0351) 488 49 81 entgegengenommen. Außerhalb der Sprechzeiten des Sozialamts können sich Wohnungslose an das Übergangswohnheim Hubertusstraße 36 c in Pieschen wenden. Die Notaufnahmestelle ist mit der Straßenbahnlinie 3 sowie den Buslinien 64 und 70 erreichbar (Haltestelle Hubertusplatz), telefonisch unter der Telefonnummer (0351) 20 92 19 48.

Nachtcafés der Dresdner Kirchen

Außerdem bieten die so genannten Nachtcafés Übernachtungsmöglichkeiten für erwachsene Obdachlose. Die Nachtcafés sind eine Initiative von Dresdner Kirchgemeinden und dem Diakonischen Werk – Stadtmission Dresden e. V.. Von November bis März öffnen Gemeinden im täglichen Wechsel ihre Türen für Obdachlose zum Aufenthalt und für eine warme Mahlzeit. In einigen Nachtcafés besteht die Möglichkeit, sich zu duschen und Wäsche zu waschen. Für den Aufenthalt leisten die Besucher einen symbolischen Beitrag von einem Euro. Geöffnet ist von 20 Uhr bis 7 Uhr, Einlass bis 23 Uhr. Die Nachtcafés ergänzen die regulären Hilfeangebote für Wohnungslose. Nähere Informationen zu den Nachtcafés finden Interessierte unter www.diakonie-dresden.de/spenden-helfen/nachtcafes.

Nachtcafé im Gemeindehaus Loschwitz Quelle: Dietrich Flechtner

Ein weiteres niedrigschwelliges Angebot für wohnungslose Menschen, das von der Stadt unterstützt wird, ist der Tagestreff „Schorsch“ der Diakonie an der Mohnstraße 43 in Pieschen. Auch die Heilsarmee unterhält ein Begegnungscafé. Es befindet sich an der Reicker Straße 89 und hat dienstags bis sonnabends von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Die Heilsarmee ist zudem im Winter mit der sogenannten „Kältestreife“ im ganzen Stadtgebiet unterwegs und bietet Obdachlosen an mehreren Treffpunkten warme Getränke und Suppe sowie Begegnung und Gespräche an.

Damit Wohnungslosigkeit möglichst gar nicht erst entsteht, bietet das Sozialamt vorbeugende Unterstützung. Das beinhaltet vor allem Auskunft, Beratung, nach Antragstellung auch Übernahme von Mietschulden sowie Wohnungssuche.

Von Carolin Seyffert

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