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"Kein Dialog mit Pegida" - Dresden für Alle sagt Teilnahme an Bürgerversammlung ab

Kreuzkirche "Kein Dialog mit Pegida" - Dresden für Alle sagt Teilnahme an Bürgerversammlung ab

Das Bündnis Dresden für Alle wird nicht an der geplanten Bürgerversammlung mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Superintendent Christian Behr teilnehmen. Die Veranstaltung werbe für einen Dialog mit den Bürgern, doch das Bündnis sieht keine Grundlage dafür.

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Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Das Bündnis Dresden für Alle wird nicht an der für Mittwochabend geplanten Bürgerversammlung mit Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und Superintendent Christian Behr teilnehmen. Die Veranstaltung werbe für einen Dialog mit den Bürgern unter anderem zu den Themen Asyl und Pegida, doch das Bündnis sieht keine Grundlage dafür. „So sehr wir gerade das Engagement von Superindendent Christian Behr und anderen schätzen, so erscheint uns doch die Möglichkeit eines Dialogs nicht gegeben. Nein, wir wollen nicht mit Pegida-Gründern auf der Bühne stehen und uns nicht von Menschen vor den Karren spannen lassen, die mehr oder weniger offen Pegida-Positionen unterstützen“, heißt es von Dresden für Alle. Der Rassismus sei bei Pegida offen, die Hetze erreiche immer neue Höhen. „Der Zug ist abgefahren“, konstatiert das Bündnis. Ein Hauptgrund für die Absage sei, dass sich im Internet unter anderem Pegida-Mitgründer Rene Jahn und Jens Genschmar, der für eine Nähe zu Pegida bekannte FDP-Stadtrat rühmen, die Veranstaltung initiiert zu haben. "Für diese Menschen wollen wir kein Steigbügelhalter sein", so Dresden für Alle-Sprecher Eric Hattke. Man habe nicht gewusst, das Jahn einer der Initiatoren ist.

Stadtsprecher Kai Schulz dementiert das entschieden. Es gäbe keinen Initiator, sondern lediglich Einlader und diese seien OB Hilbert und Superintendent Behr. Für die Absage von Dresden für Alle hat Schulz wenig Verständnis. "Wenn man sich einem Wunsch nach Dialog verschließt, scheint die Not noch nicht groß genug zu sein."

"Wir haben an Vorgesprächen vertreten durch unsere Sprecherinnen teilgenommen, weil wir grundsätzlich an Dialog in der Stadt interessiert sind. Das Konzept war nicht ausgegoren, wir glauben nicht, dass die Veranstaltung in der Kreuzkirche das richtige Format ist", so Dresden für Alle.

Man sei prinzipiell für Dialog und unterstütze Gesprächsveranstaltungen in den Stadtteilen und arbeite an einem Dialogkonzept für die Bürgerschaft. Einen Dialog mit Menschen, die Hetze in Dresden salonfähig gemacht haben lehnt das Bündnis ab. Dennoch ruft Dresden für Alle auf seiner Facebook-Seite dazu auf,  an der Bürgerversammlung teilzunehmen.

Am Mittwochabend laden Hilbert und Behr zu einer Bürgerversammlung in dir Kreuzkirche ein. Auch Dresden für Alle wird in der Pressemitteilung der Stadt zur Veranstaltung erwähnt. Von 19 bis 21 Uhr soll in der Kreuzkirche die Frage im Fokus stehen- wie geht es weiter in Dresden und was denkt die schweigende Mehrheit? In einer gemeinsamen Stellungnahme erklären Hilbert und Behr: "Die Bürgerversammlung soll dazu beitragen, die gespaltene Gesellschaft zusammenzuführen und den konstruktiven Austausch zu ermöglichen."

Die Veranstaltung soll als Möglichkeit der Aussprache zwischen den verschieden, bürgerlichen und politischen Positionen dienen, an der sich möglichst viele Bürger beteiligen sollen. Sie sollen sowohl mitdiskutieren als auch zuhören. Die Moderation der Veranstaltung über nehmen der Pfarrer und Polizeiseelsorger Christian Mendt sowie der Landesdirektor für politische Bildung Frank Richter. Am Ende werden die am häufigsten genannten Probleme, eingebrachten Vorschläge und gestellten Fragen zusammengetragen. Nachfolgeveranstaltungen sind bereits geplant.

jv

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