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Lokales Kaufmann empfiehlt stadtweites Projekt zur Drogenprävention in Dresden
Dresden Lokales Kaufmann empfiehlt stadtweites Projekt zur Drogenprävention in Dresden
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09:51 19.10.2016
   Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

 Für die Drogenprävention in Dresden müsste ein „szenespezifisches Angebot“ entwickelt werden, dass nicht allein auf den Bereich am Hauptbahnhof beschränkt ist, sondern stadtweit und vor allem für die Fokusgruppe Jugendliche und junge Erwachsene wirkt. Das stellte Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke) jetzt in einem Schreiben an die Dresdner Stadträte fest.

Laut Beschluss des Stadtrates sollte ein zusätzliches Angebot zur Kriminalitätsbekämpfung am Wiener Platz geschaffen werden. Dabei hatten die Stadträte mobile Arbeit vor Augen, die sich vor allem an Jugendliche richtet. Zur Umsetzung des Beschlusses erfolgte zunächst eine Analyse der Altersgruppen, schreibt Kaufmann. Demnach seien 2015 in Dresden 1648 Tatverdächtige wegen Rauschgiftdelikten registriert worden, davon waren 86 Prozent erwachsene Männer. Unter den Tatverdächtigen hätten sich 13 Kinder befunden, im Jahr davor waren es zwei. 2015 habe sich zudem die Anzahl nichtdeutscher Tatverdächtiger auf 364 erhöht, nach 232 im Jahr 2014. Damit sei der Anteil auf 22,1 Prozent aller Tatverdächtigen gestiegen. 2014 lag er laut Polizeistatistik bei 15,7 Prozent der 1482 Verdächtigen. Überproportional sei bei nichtdeutschen Tatverdächtigen der Schmuggel/Handel mit Rauschgift in geringen Mengen gestiegen. Die hauptsächlich betroffene Personengruppe sei somit jedoch nicht allein im Bereich der Jugendlichen anzutreffen, erklärte Kaufmann. In ein stadtweites Präventionsangebot sollten bestehende und ehrenamtliche Strukturen eingebunden werden.

Kaufmann hatte schon in den Haushaltsverhandlungen mit Verweis auf die Altersstruktur der Hilfebedürftigen am Wiener Platz darauf verwiesen, dass dort kein jugendhilfliches Angebot notwendig sei, weil die betroffenen Personen vorwiegend älter als 27 Jahre seien. Auch aus diesem Grund schichtete sie zwei Millionen Euro aus der Jugendhilfe in andere Bereiche ihres Amtes um.

Von Ingolf Pleil

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