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Kater Maxl wartet im Tierheim Dresden auf ein neues Zuhause – dabei hatte er schon eins

Auf drei Beinen durchs Leben Kater Maxl wartet im Tierheim Dresden auf ein neues Zuhause – dabei hatte er schon eins

„Es hat mir das Herz gebrochen, die Katze wieder hier im Tierheim abladen zu müssen.“ Marion Hornhauer kommen die Tränen, wenn Sie an die Zeit im Mai zurückdenkt. Die 56-Jährige und der junge, dreibeinige Fundkater Maxl lebten da bereits seit sieben Monaten zusammen – bis zu einem folgenschweren Ereignis.

Auch drei Beine reichen für ein Katzenleben aus: Maxl wartet im Dresdner Tierheim auf neue Dosenöffner.
 

Quelle: fs

Dresden.  „Es hat mir das Herz gebrochen, die Katze wieder hier im Tierheim abladen zu müssen.“ Marion Hornhauer kommen die Tränen, wenn Sie an die Zeit im Mai zurückdenkt. Die 56-Jährige und der junge, dreibeinige Fundkater Maxl bildeten da bereits seit sieben Monaten eine eingeschworene Tier-Mensch-Wohngemeinschaft – bis zu einem kleinen, aber folgenschweren Ereignis.

Marion Hornhauer

Marion Hornhauer

Quelle: fs

Marion Hornhauer hilft an diesem Tag Anfang Mai – wie sie es seit zwei Jahren schon tut - im Dresdner Tierheim ehrenamtlich bei der Betreuung der rund 70 Katzen. Dabei zieht sie sich eine fast unsichtbare Verletzung am Finger zu. Die eigentlich völlig harmlose Kratzwunde – Katzenbesitzer können von solchen Blessuren ein Lied singen - entzündet sich, verstärkt durch Arthrose-Beschwerden, die Marion Hornhauer besonders in den Fingergelenken plagen.

Das Geschehen zieht sich über mehrere Wochen, der Finger wird mehrmals chirurgisch geöffnet. In einem Dresdner Krankenhaus infiziert sich die 56-Jährige auch noch mit multiresistenten Keimen. „Das waren Nerven, die ich da gelassen habe“, erklärt die Dresdnerin. Schließlich müssen ihr die ersten zwei Glieder des Zeigefingers der linken Hand amputiert werden. Während der gesamten Zeit leidet Marion Hornhauer starke Schmerzen und muss mehrfach im Krankenhaus bleiben. Auch weil sie lange Zeit im Unklaren über die Ursache der Entzündung ist, entschließt sie sich, ihren Maxl wieder ins Tierheim bringen.

„Er hat sich von mir gelöst, aber nicht entfremdet“, berichtet die 56-Jährige nun, einige Wochen später, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dabei hatte sich die verwitwete Dresdnerin gleich bei Maxls „Einlieferung“ ins Tierheim in den schlanken weiß-roten Kater mit dem vorwitzigen Fleck auf der Nase verliebt. Maxl kam mit einem verkrüppelten Bein, das letztlich amputiert werden musste. Marion Hornhauer streichelte sich ins Herz der zunächst „fauchigen“ Fellnase und nahm ihn schließlich mit nach Hause – eine Lovestory, die nun ein abruptes Ende nahm.

Maxl wieder zu sich nehmen möchte sie nicht, denn zusätzlich zu ihrer eigenen Erkrankung sind weitere Aufgaben in der Familie auf Marion Hornhauer zugekommen. Ganz von den Katzen kann sich die 56-Jährige aber dennoch nicht lösen. Noch mit Verband am Finger steht die Dresdnerin schon wieder bei ihren Lieblingen im Tierheim, reinigt Körbe und Katzentoiletten und verteilt Streicheleinheiten – auch an ihren Maxl, dem sie bald ein neues, tolles Zuhause wünscht .

Franziska Schmieder

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