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Lokales Kampf gegen Wildpinkler – in der Neustadt gibt es seit Freitag ein Urinal
Dresden Lokales Kampf gegen Wildpinkler – in der Neustadt gibt es seit Freitag ein Urinal
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17:57 09.09.2015
Quelle: Julia Vollmer
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Die Stadt Dresden will nun gegen das Wildpinkeln im Szeneviertel ankämpfen.

Am Freitag weihte Ortsamtsleiter André Barth ein Urinal an der sogenannten Bunten Ecke Alaunstraße und Böhmische Straße ein. Für das optische Vergnügen beim Geschäft sorgt der Graffitikünstler Christian Höhn. Bis Montagabend wird er das Urinalhäuschen verzieren. Spätestens Dienstag soll dann die richtige Einweihung gefeiert werden. Auf die Frage warum, denn ausgerechnet ein Urinal aufgestellt wurde, das erste seit dem Krieg übrigens, hatte Barth eine einfach Antwort: „Wildpinkeln ist ein klassisch männliches Phänomen.“

Am Freitag begnügte sich der Ortsamtsleiter vorläufig mit dem obligatorischen Durchschneiden des Einweihungsbandes. „Wir haben uns über die Art und Weise diese Taufe lange Gedanken gemacht“ erzählt er schmunzelnd. Schließlich habe man sich für ein Band aus Toilettenpapier entschieden, bedruckt mit 200 Euro Scheinen. Symbolisch kommen auf dem Band die jährliche Betriebskosten von 12.000 Euro für das Urinal zusammen.

„Die Aufstellung des Häuschens und die Installation der Wasserleitungen haben zusammen 53.000 Euro gekostet“, so Barth. Das Urinal wird täglich gereinigt und die Benutzung ist kostenlos. Der Kampf gegen das Wildpinkeln in der Neustadt soll weiter geführt werden. Auch auf der Louisenstraße und am Alaunplatz sollen weitere Toiletten entstehen.

Julia Vollmer

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