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Juristisches Nachspiel eines Rosenkriegs

Auto abgefackelt Juristisches Nachspiel eines Rosenkriegs

Bei Scheidungen liegen oft die Nerven blank, da lassen sich Betroffene schon mal zu richtig dummen Aktionen hinreißen, um dem anderen eins auszuwischen. So ein Rosenkrieg entwickelt mitunter eine eigene Dynamik und landet manchmal nicht nur vor dem Scheidungsrichter, sondern gelegentlich auch mal vor dem Strafrichter.

Bei Scheidungen liegen oft die Nerven blank, da lassen sich Betroffene schon mal zu richtig dummen Aktionen hinreißen, um dem anderen eins auszuwischen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Dresden. Bei Scheidungen liegen oft die Nerven blank, da lassen sich Betroffene schon mal zu richtig dummen Aktionen hinreißen, um dem anderen eins auszuwischen. So ein Rosenkrieg entwickelt mitunter eine eigene Dynamik und landet manchmal nicht nur vor dem Scheidungsrichter, sondern gelegentlich auch mal vor dem Strafrichter. Auch Ronald P., der sich sonst nie etwas zu schulden kommen ließ, hat da einigen Unsinn verzapft. Deshalb musste er sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.

Der Angeklagte arbeitete auf Montage, seine Frau hatte sich getrennt, es gab Streit um die Kinder, er wusste nicht wie es weiteregehen sollte – kurz die Nerven lagen blank. Als er eines Abends zu ihr fuhr, um mit ihr über die Zukunft zu reden, wurde nicht geöffnet, aber er bemerkte einen fremden Mann in ihrer Wohnung. Ronald P., der sich zuvor mit zwei Bier Mut angetrunken hatte, war wütend, öffnete mit dem Zweitschlüssel ihren Audi und fuhr weg.

Im Auto befanden sich zwölf Transportkoffer mit hochwertigen Lederwaren, die seine Frau aus beruflichen Gründen im Kofferraum hatte. In seiner Wut versenkte er sie in einem Teich bei Unkersdorf und fuhr dann zu einer Autobahnbrücke bei Brabschütz und zündete den Wagen an, der komplett ausbrannte. Wohl ein symbolischer Akt, er war früher oft gemeinsam mit seiner Frau in dieser Gegend. Der Audi hatte noch einen Wert von 1500 Euro. Die Lederwaren, die er entsorgt hatte, waren wesentlich teurer – 9500 Euro.

Ronald P. legte ein Geständnis ab. „Es tut mir wirklich sehr leid. Ich kann nicht verstehen, warum ich das getan habe.“ Verstehen kann man seinen damaligen Ärger schon, aber nicht die Reaktion. Brandstiftung ist kein Kavaliersdelikt. Der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht rechnete ihm positiv an, dass er nicht vorbestraft ist, sich in einer emotionalen Lage befand, einen Vergleich zur Schadenswiedergutmachung geschlossen hatte und durch den entfernten Tatort bei seiner Zündelei keine Gefahr für andere Menschen, Gebäude oder Waldflächen bestand.

Von Monika Löffler

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