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Lokales Junge Leute legen mit Pflanzaktion Grundstein
Dresden Lokales Junge Leute legen mit Pflanzaktion Grundstein
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18:58 05.05.2017
Hanna Richter, Cora Schulze und Volker Croy pflanzen eine Pflaume „Große Grüne Reneclaude“ . Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Plant-for-the-Planet ist eine weltweite Schüleraktion. Sie hat das Ziel, auf der ganzen Welt Bäume zu pflanzen, um die Klimakrise zu bekämpfen. Auch Kinder in Dresden haben sich schon mehrfach an der Aktion beteiligt. Am Freitag fand erneut eine Baumpflanzung statt – in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 für Dresden e.V. . Diesmal wurden von 35 Kindern und Jugendlichen sowie zahlreichen Erwachsenen auf einer Brache in Dresden-Prohlis an der Dohnaer Straße/Ecke Georg-Palitzsch-Straße 50 Obstbäumchen und -sträucher in die Erde gebracht. Und das bereichert dort nicht nur das Grün, sondern unterstützt noch ein anderes Projekt, das im Wachsen ist: einen „Garten für alle“ in Prohlis.

Am 29. Mai ist die erste Gartenversammlung

Denn dieser soll demnächst auf besagter Brache auf einer Fläche von rund 1100 Quadratmetern entstehen. Neugierige können sich schon mal den 29. Mai vormerken. Dann an diesem Tag findet 16.30 Uhr die erste Gartenversammlung statt. Da ist Gelegenheit, sich über das Projekt zu informieren, das Areal in Augenschein zu nehmen, „die Möglichkeiten, die sich hier auftun, zu erahnen“, und mit Initiatoren und Unterstützern ins Gespräch zu kommen.

In Prohlis soll an der Dohnaer Straße hinter der Lärmschutzwand ein „Garten für alle“ entstehen. Am Freitag fand auf dem Gelände eine Baumpflanzaktion im Rahmen der Aktion „Plant-for-the-Planet“ statt. 35 Kinder und Jugendliche und zahlreiche Erwachsene pflanzten 50 Obstbäume und -sträucher.

„Wir planen einen Stadtteilgarten für alle, die Lust haben zu gärtnern und mit anderen Menschen in ihrer Wohnumgebung in Kontakt kommen wollen“, sagt Heike Löffler. Sie hat in Prohlis u.a. den Umsonstladen und die Bürgerwerkstatt mit aus der Taufe gehoben, war an der Gründung des Tauschnetzwerkes beteiligt und zeichnet jetzt als Projektkoordinatorin für den Gemeinschaftsgarten verantwortlich.

Garten offen für alle

Initiator ist der Verbund Sozialpädagogischer Projekte (VSP) e.V. Der Verein bietet verschiedene Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien bzw. Menschen in schwierigen Lebenslagen an, ist Träger von Kindertageseinrichtungen und einem Hort. Mit dem Stadtteilgarten soll ein neuer Ort der Begegnung geschaffen werden.

Hier kann jeder hinkommen, der Gärtnern (lernen), eine grüne Oase mitgestalten, sich erholen und auch mal mit anderen grillen will und an einem guten Miteinander im Stadtteil interessiert ist. Zudem soll der Garten ein Mittel zur Integration von Geflüchteten bzw. Zugewanderten sein. Um diese und die Alteingesessenen zu erreichen, kooperiert der VSP mit Vereinen und Initiativen vor Ort.

Projekt stößt auch auf Bedenken und Ablehnung

Das schon lange geplante Gartenprojekt stößt in Prohlis, einem Stadtteil, der als sozialer Brennpunkt gilt, nicht nur auf Gegenliebe, sondern auch auf Bedenken, Ängste, Vorurteile und sogar auf Ablehnung. Auch mit dem Elternrat der benachbarten Förderschule hat Heike Löffler schon Diskussionen geführt.

Sie setzt darauf, dass der Garten, wenn er dann nach und nach Form annimmt, Zweifler und vielleicht auch Gegner vom Gegenteil überzeugt. Der Gemeinschaftsgarten Prohlis ist ein bisschen anders als die vielen anderen urbanen Gartenprojekte, die mittlerweile im ganzen Dresdner Stadtgebiet entstanden sind. „Hier fehlen die ökologisch interessierten jungen Leute, die engagiert ein solches Gemeinschaftsprojekt angehen. Oder ich kenne sie nicht“, sagt Hobbygärtnerin Löffler. Deshalb wird jetzt der Verbund Sozialpädagogischer Projekte aktiv. „Wir wollen wirklich jedem ermöglichen, mitzutun. Geld darf kein Hindernis sein.“

Das Land pachtet der VSP von der Stadt. Die engagiert sich federführend, um Strom und Wasser auf das Gartengelände zu bringen. Zudem hat das Deutsche Hilfswerk – die Stiftung der Deutschen Fernsehlotterie – zugesagt, die Personal- und Sachkosten des Gartenprojektes für drei Jahre zu finanzieren. „Bis dahin haben wir eine Lösung gefunden, auf welche Weise der Gemeinschaftsgarten weitergeführt werden kann“, ist Heike Löffler optimistisch.

Von Catrin Steinbach

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