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Dresden Lokales Junge Familien fliehen ins Umland
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07:37 13.07.2018
Der Traum vom Eigenheim lässt sich in Dresden kaum noch realisieren. Quelle: Andreas Döring
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Dresden

Die Preise für Wohnimmobilien in Dresden haben im vergangenen Jahr deutlich angezogen. So haben sich die Kaufpreise für Häuser im Durchschnitt um 4,7 Prozent erhöht und für Wohnungen sogar um 7,9 Prozent. Diese Zahlen legte jetzt die Ostsächsische Sparkasse Dresden (OSD) in ihrem aktuellen Marktbericht vor. Die OSD hat laut Unternehmenssprecher Andreas Rieger in den vergangenen fünf Jahren rund 16 000 Kunden bei der Finanzierung der eigenen vier Wände begleitet. Allein 2017 lagen die Neuzusagen für private und gewerbliche Baufinanzierungen bei über einer halben Milliarde Euro.

Freital ist nur halb so teuer

Im Marktbericht hat die OSD nicht nur die Miet- und Kaufpreise aller Dresdner Stadtteile dargestellt, erklärt Thomas Stein, Direktor Bauen und Immobilien. „Die Landeshauptstadt und das Umland rücken immer näher zusammen. Daher haben wir auch beliebte Städte wie Freital, Pirna und Radeberg sowie Kamenz und Hoyerswerda in die Betrachtung einbezogen.“

Viele junge Leute würden wegen der hohen Preise in Dresden nach Alternativen suchen. Dabei würden die größeren Städte im Umland in den Fokus rücken. So seien die Durchschnittskaufpreise für Häuser in Freital mit 1340 Euro pro Quadratmeter nur etwa halb so hoch wie in der Landeshauptstadt. Auf dem Wohnungsmarkt sehe es ähnlich aus. Ein Quadratmeter einer Bestandswohnung in Freital koste durchschnittlich 1280 Euro, in Dresden liege der Durchschnittspreis dagegen bei 1860 Euro pro Quadratmeter.

Starkes Gefälle innerhalb Dresdens

Auch in Dresden ist laut Stein das Gefälle groß. Die Spanne reiche für 700 Euro für ein sanierungsbedürftiges Objekt bis 4110 Euro pro Quadratmeter bei Top-Immobilien in Bestlage. Für eine sanierte Bestandswohnung in Blasewitz müsse ein Interessent mit durchschnittlich 2020 Euro pro Quadratmeter kalkulieren. „Interessante Alternativen finden sich in Pieschen und Cotta, wo Altbausubstanz, aber auch spannende Neubauprojekte zu vergleichsweise niedrigen Preisen angeboten werden“, so der Immobilienexperte. So koste in Cotta eine Bestandswohnung durchschnittlich 1670 Euro pro Quadratmeter.

Auf dem Dresdner Mietwohnungsmarkt ermittelte die OSD einen moderaten Anstieg von 2,9 Prozent im Vergleich zum letzten Wohnmarktbericht. Die Durchschnittsmiete in Dresden liege bei 7,20 Euro pro Quadratmeter.

Die Bausparkasse LBS hatte in ihrer kürzlich veröffentlichten Studie zum Markt für Wohnimmobilien drastischere Preissteigerungen in Dresden ermittelt. So seien die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen binnen eines Jahres um acht Prozent und für neu gebaute Eigentumswohnungen um 20 Prozent ermittelt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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